WFPKampala/Berlin (epo.de). - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat angekübdigt, fast 1,5 Millionen Kriegsflüchtlinge in Uganda könnten bald nur noch die Hälfte der täglich benötigten Nahrungsrationen erhalten, wenn nicht umgehend mehr für die Betroffenen gespendet werde. Auch 600.000 Schulkinder und 240.000 HIV/Aids-Betroffene wären von den Kürzungen betroffen, teilte das WFP mit.

"Wenn wir die Rationen nicht zum 1. April kürzen würden, käme die Hilfsoperation im Mai komplett zum Stillstand", sagte der WFP-Landesdirektor von Uganda, Tesema Negash. "So lange wir nicht genügend Ressourcen haben, um Nahrung vor Ort zu kaufen, müssen wir die Rationen an Mais und Bohnen um die Hälfte reduzieren."

Bislang hat das WFP nur 37 Mio. US-Dollar der 127 Mio. Dollar erhalten, um die es bei Gebern und der ugandischen Regierung gebeten hatte. Sie werden dringend benötigt, um die 1,2 Mio. Binnenvertriebenen, gut 180.000 Flüchtlinge und 500.000 von der Dürre betroffenen Uganderinnen und Ugander im Jahr 2007 zu ernähren. 90 Prozent der Vertriebenen, hauptsächlich Frauen und Kinder, können derzeit nur mit WFP-Hilfe überleben.

"Obwohl sich die Sicherheitslage im nördlichen Uganda verbessert hat und der Friedensprozess mit der 'Lord's Resistance Army' voran geht, ist die Not der Menschen weiterhin groß", sagte WFP-Landesdirektor Negash. "Wir dürfen die Vertriebenen an diesem wichtigen Punkt im Friedensprozess nicht allein lassen."

Wenn die Sicherheitslage stabil bleibe und die Regierung ein Friedensabkommen mit der Rebellenorganisation LRA erziele, sei eine massive Rückkehr von Menschen in ihre Heimat im Acholiland zu erwarten, so das WFP. "Selbst wenn sie zurückgekehrt sind, werden sie zunächst weiter Hilfe brauchen, bis sie von der Ernte wieder ihre Familien ernähren können", prophezeite Negash.

 www.wfp.org


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