DSWHannover (epo.de). - Ein besserer Zugang zur Familienplanung könnte den Bevölkerungsdruck auf die knappe Ressource Wasser erheblich verringern. Das erklärte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltwassertages am 22. März. "Während die natürlichen Ressourcen der Erde schrumpfen, wächst die Weltbevölkerung jedes Jahr um 78 Millionen Menschen", sagte DSW-Geschäftsführer Jörg F. Maas.

Schon heute leben nach Angaben der DSW 745 Millionen Menschen in Ländern, in denen Wassermangel oder Wasserknappheit herrscht. Bis zum Jahr 2025 werde sich ihre Zahl voraussichtlich verfünffachen. Dann würden nach heutigen Schätzungen bereits 2,8 bis 3,3 Milliarden Menschen unter chronischem oder immer wiederkehrendem Süßwassermangel leiden - die meisten von ihnen in Afrika und Asien.

Der Druck auf die begrenzte Ressource Wasser nehme durch das schnelle Bevölkerungswachstum beständig zu, so die DSW. Das zeige sich auch daran, dass der Zugang zu Trinkwasser in vielen Regionen ein Problem ist. "Afrika südlich der Sahara ist zwischen 1990 und 2004 von 477,3 Millionen auf 689,6 Millionen Menschen angewachsen. Gleichzeitig sank der Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben zwar von 52 auf 44 Prozent. Die absolute Anzahl der betroffenen Menschen ist aufgrund des schnellen Bevölkerungswachstums jedoch von 248,2 auf 303,4 Millionen angestiegen", erklärte Maas.

Gerade in den ärmsten Ländern sei die Fertilitätsrate besonders hoch. "Es ist daher dringend notwendig, dass die Menschen dort einen besseren Zugang zu Familienplanung erhalten", forderte Maas. "Weltweit gibt es in den Entwicklungsländern 200 Millionen Frauen, die nicht verhüten können, obwohl sie es wollen. Allein wenn sie Zugang zu Kontrazeptiva bekämen, sänke die Geburtenzahl in den Entwicklungsländern um schätzungsweise 20 Prozent. Das könnte den Druck auf die natürlichen Ressourcen vieler armer Länder erheblich verringern."

www.weltbevoelkerung.de


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