NachhaltigkeitsratBerlin (epo.de). - Der Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützt das Umdenken der Bundesregierung beim Biosprit. "Die Korrektur der Biosprit-Politik durch die Bundesregierung ist richtig", erklärte der Vorsitzende des Rates, Volker Hauff, am Mittwoch in Berlin. "Der Kurswechsel der Bundesminister Sigmar Gabriel und Horst Seehofer bestätigt die Empfehlungen des Nachhaltigkeitsrates."

Eine rationale Diskussion sei "dringend erforderlich", sagte Volker Hauff. Am Konzept für eine umfassende Nutzung von Biomasse, einschließlich der Kraftstoffe, müsse nun konstruktiv weitergearbeitet werden. "Die Biomasse-Strategie ist durch das Umdenken nicht beschädigt, sondern sollte mutig fortgeführt werden. Um zu einer nachhaltigen Mobilität zu kommen, sind nun andere und effektivere Wege zu finden", so Hauff weiter.

Der Nachhaltigkeitsrat hatte darauf hingewiesen, dass die sinnvolle Gewinnung und Nutzung der Biomasse eine Innovation ist, die einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten muss. Der Einsatz von Biomasse vor allem in der Strom- oder Wärmeproduktion sei der Verbrennung als Treibstoff im Kraftverkehr eindeutig vorzuziehen. Die Korrektur der Beimischungsziele müsse zum Anlass genommen werden, die Forschungsvorhaben zur Entwicklung der zweiten Generation von Agrokraftstoffen - also die Gewinnung von Biomasse aus Holz, pflanzlichen Reststoffen wie Stroh, und damit die Vermeidung von Zielkonflikten zur Nahrungsmittelproduktion - zu intensivieren und spezifische Nachhaltigkeitsstandards einzuführen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 14 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

» http://www.nachhaltigkeitsrat.de/


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