Der grosse AusverkaufBonn (epo.de). - Das Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder und das Internationale Indigenenforum zur Biodiversität haben die Staatengemeinschaft anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai aufgefordert, die Rechte der indigenen Völker zu achten und zu respektieren. Die Ureinwohner leiden weltweit unter dem zunehmenden Verlust ihres Lebensraumes und sind von der biologischen Vielfalt existentiell abhängig.

Das Internationale Indigenenforum zur Biodiversität hatte im Vorfeld der derzeit laufenden UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt in Bonn getagt und insbesondere den weiter fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft (Agrobiodiversität) beklagt. Massiven Anteil daran habe die industrielle Landwirtschaft mit ihren großflächigen Monokulturen, die durch den Boom der Agrotreibstoffe noch verstärkt werde. Gerade der nachhaltig genutzte Lebensraum für die ansässige, meist indigene Bevölkerung gehe verloren, sensible Ökosysteme würden gefährdet und uralte heimische Nutzpflanzen verschwänden.

Nach der Überzeugung des Klimabündnisses, dem 1.400 europäische Kommunen angehören, bietet die noch vorhandene Vielfalt der Nutzpflanzen in Zeiten steigender Preise und Nahrungsmittelkrisen sowie der notwendigen Anpassung an den Klimawandel ein reiches Reservoir zum Nutzen aller Menschen. Diese dürften weder aussterben noch von den LifeSciene-Konzernen patentiert werden. Anstatt die Landwirtschaft im großen Stil zu subventionieren und somit den Kleinbauern in den Entwicklungsländern zu schaden, sollte die Staatengemeinschaft die Bewahrer der Agrobiodiversität fördern.

In Südamerika wird der Lebensraum der indigenen Bevölkerung darüber hinaus durch die Initiative zur Integration der regionalen Infrastruktur in Südamerika (IIRSA), einem Programm an dem alle Länder des Subkontinents beteiligt sind, gefährdet. Diego Iván Escobar Guzman, der stellvertretende Vorsitzende des Klima-Bündnis und Umweltkoordinator der COICA, berichtete über im Rahmen der Initiative IIRSA geplante Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Straßen und Staudämmen, den Abbau von Bodenschätzen (Erdöl) und der Anlage von Plantagen für Agrotreibstoffe. Die damit einhergehende Bedrohungen und Vertreibungen indigener Gemeinden werde so noch schneller voran schreiten.

Das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V." ist das größte thematische Städtenetzwerk in Europa. Die 1400 Mitglieder sind eine Partnerschaft mit indigenen Völkern der Regenwälder eingegangen, um gemeinsam das globale Klima zu schützen. Aufgabe der Mitgliedskommunen des im Jahr 1990 gegründeten Städtenetzwerkes ist die Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Klimaschutz-Maßnahmen insbesondere in den Bereichen Energie und Verkehr sowie die Zusammenarbeit mit indigenen Völkern zum Erhalt der tropischen Regenwälder. Kooperationspartner ist die COICA, der Dachverband der nationalen Indigenenorganisationen im Amazonasgebiet.

www.klimabuendnis.org
www.climatealliance.org

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