WDR 2009 CoverGenf (epo.de). - Im vergangenen Jahr sind weltweit 242.662 Menschen durch Katastrophen ums Leben gekommen. Nur 2007 - im Tsunami-Jahr - starben mehr Menschen durch extreme Wetterereignisse, wie aus dem am Mittwoch in Genf veröffentlichten "World Disasters Report" der Internationalen Förderation des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds (IFRC) hervorgeht.


IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta erklärte bei der Vorstellung des Berichts in Genf, die Gefahren des Klimawandels erforderten genauso viel Aufmerksamkeit auf seiten der Regierungen wie die globale Finanzkrise. Den nationalen Rotkreuz- und Rote Halbmond-Gesellschaften empfahl Geleta, sich auf kosteneffektive Vorbeugung statt auf teure Maßnahmen zur Behebung von Katastrophen zu fokussieren.

Der Bericht listet für das Jahr 2008 insgesamt 326 Naturkatastrophen auf - die geringste Anzahl seit 1999. Doch allein der Zyklon "Nargis" in Myanmar (Birma) kostete im Mai 2008 rund 138.000 Menschen das Leben. Im selben Monat starben in der chinesischen Provinz Sichuan mehr als 87.000 Menschen bei einem Erdbeben. Beide Ereignisse verursachten 93 Prozent aller Todesopfer im Jahr 2008.

Schwerpunkt des 210-seitigen Reports ist neben den statistischen Angaben das Thema "Katastrophenvorsorge". Die IFCR fordert hier mehr Einsicht und politischen Willen, damit Menschen frühzeitig vor Katastrophen gewarnt werden können. Dies habe beispielweise bei der Hurrikan-Serie in Haiti im vergangenen Jahr tausende Menschen vor Schlimmerem bewahrt.

World Desaster Report 2009
www.ifrc.org

 


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