ghana_lage_150Berlin (epo.de). - Der westafrikanische Staat Ghana will seine Erlöse aus der Förderung von Erdöl in einen Fonds zum Kapitalaufbau für die Zukunft einbringen und Teile davon in erneuerbare Energien investieren. Das kündigte der Energieminister Ghanas, Joe Oteng-Adjei, am Dienstag bei einem Gespräch mi dem deutschen Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) im Entwicklungsministerium in Berlin an.

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Niebel und Oteng-Adjei standen nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die dynamischen Entwicklungen im Energiesektor Ghanas. Minister Oteng-Adjei stellte die Planungen zur Ölgesetzgebung vor, die unter anderem die Einrichtung eines Fonds zum Kapitalaufbau für die Zukunft vorsehen.

Entwicklungsminister Niebel begrüßte diese Initiative: "Das ist eine große Chance für Ghana. Jetzt kommt es darauf an, dass die Erlöse aus der Ölförderung einen nachhaltigen Entwicklungsschub auslösen, von dem alle Ghanaer profitieren. Ich bin sicher, dass Ghana diese Gelegenheit nutzt."

Die Minister Niebel und Oteng-Adjei waren sich einig, dass Teile der Erlöse in regenerative Energie und Energieeffizienz investiert werden sollen, um ein klimaschonendes und stärker technologiebasiertes Wirtschaftswachstum zu erzielen. "Deutsche Unternehmen sind Weltspitze bei erneuerbaren Energien. Demokratische Strukturen und verbesserte marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen bieten ein stabiles Umfeld in Ghana. Hier liegt ein großes Potenzial für die weitere Zusammenarbeit", so Dirk Niebel.

Ghana ist nach Angaben des BMZ eines der wichtigsten Partnerländer für die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Hinsichtlich guter Regierungsführung nimmt das Land einen Spitzenplatz in Afrika ein. In den letzten drei Jahren wurden große Öl- und Gasvorkommen vor der Küste Ghanas entdeckt. Ab 2011 werden die ersten Einnahmen aus der Ölförderung in den Staatshaushalt fließen. Deutschland unterstützt deren transparente Verwendung im Rahmen eines Programms zur guten Regierungsführung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ghana
www.bmz.de

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