wfpBischkek (epo.de). - Das UN World Food Programme (WFP) hat den Transport von Nahrungsmitteln nach Kirgisistan beschleunigt und erstmals Hilfsgüter in die Stadt Osch im Süden des Landes geflogen. Die Fracht enthält Nahrungsmittelrationen für 30.000 Menschen, die von den gewaltsamen Auseinandersetzungen betroffen sind. Außerdem trifft Kommunikations-Technologie ein, die das WFP dabei unterstützt, die Logistik aller Hilfsorganisationen vor Ort zu koordinieren.

Zudem eröffnet das Welternährungsprogramm ein Humanitäres Zentrum in Osch, das als Stützpunkt für alle Hilfsorganisationen Hilfsgüter in Empfang nehmen soll. Das  WFP-Frachtflug aus dem Humanitären Depot der UN in Dubai, beladen mit 20 Tonnen angereicherter Energiekeksen, einem gepanzerten Auto, Panzerwesten und Notfall-Kommunikations-Technologie erreichte inzwischen Osch. Angereicherte Energiekekse sind entscheidend in den ersten Phasen einer Nothilfe-Operation, wenn die Betroffenen keine Kochgelegenheiten haben und der Transport schwierig ist. 20 Tonnen reichen aus, um mehr als 30.000 Menschen einen Tag lang zu ernähren.

Das WFP-Flugzeug transportierte zudem Büro-Ausstattung fßr ein Humanitäres Zentrum am Flughafen von Osch. Zwei weitere WFP-Flugzeuge, beladen mit Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern, sollen am Dienstag und Mittwoch von Dubai aus in Osch ankommen. Seit Beginn des gewaltsamen Konflikts hat WFP ca. 54.000 Menschen in Osch und Jala-Abad mit Nahrungsmitteln versorgt.

Das WFP transportiert zudem Nahrungsmittel aus Lagerhäusern in Tadschikistan und Afghanistan, darunter Weizenmehl, Linsen, Speiseöl und Salz, nach Usbekistan, wo ca. 100.000 Menschen Zuflucht suchen. Ein Flugzeug mit WFP-Hilfsgütern, darunter 40 Tonnen angereicherte Energiekekse, kam am Wochenende in Andizhan, Usbekistan, an – genug für eine Tagesration für 75.000 Menschen.

Das WFP benötigt 19 Millionen US-Dollar, um Nothilferationen für mehr als eine halbe Million Menschen in Kirigisistan bereitstellen zu können, sowie zusätzlich 1,6 Millionen Dollar für Logistik und Kommunikationstechnik. Der Hilfe-Aufruf ist Teil des gemeinsamen UN Appels, der vergangenen Freitag bekannt gegeben wurde.

www.wfp.org

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