unesco_deBonn (epo.de). - Die Deutsche UNESCO-Kommission lädt am 16. September zum öffentlichen Symposium "Die Vielfalt macht's" im LVR-Landesmuseum Bonn ein. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum des Alternativen Nobelpreises "Right Livelihood Award". Sieben Preisträger stellen ihre Arbeit vor und diskutieren, warum Vielfalt sowohl in der Natur als auch in der Gesellschaft wichtig ist.

Das Jahr 2010 ist das UN-Jahr der Biodiversität und zugleich das UN-Jahr der Annäherung der Kulturen. Über kulturelle und biologische Vielfalt diskutieren in Bonn die Träger des Rigth Livelihood Awards András Biró (Ungarn), Mohammed Hasnain (LEDEG, Ladakh, Indien), Stephen Corry und Linda Poppe (Survival International, Großbritannien), Michael Succow (Deutschland)
, Sunderlal Bahuguna (Chipko Movement, Indien), Muhammad Azmi Abdul Hamid (SAM, Malaysia) sowie Tapio Mattlar und Matti Mäkelä (Finnish Village Action, Finnland)

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Weltweit ist nicht nur die Vielfalt biologischer Ressourcen bedroht. Auch tausende indigene Gruppen, ihre Sprachen, ihr traditionelles Wissen und ihre Landnutzungssysteme sind vom Aussterben bedroht. Hot-Spots der Biodiversität sind oft auch Hot-Spots der kulturellen Vielfalt. Wo Arten und Sorten aussterben, geht auch die damit verknüpfte lokale Kultur verloren. Das gilt für Entwicklungsländer ebenso wie für Europa.



Die Deutsche UNESCO-Kommission stellt auf der Tagung am 16. September (15 bis 17 Uhr) erstmals auch die deutsche Kurzfassung des UNESCO-Weltberichts zur kulturellen Vielfalt vor. Der Weltbericht empfiehlt, kulturelle Vielfalt und interkulturellen Dialog bei politischen Strategien und Maßnahmen besonders zu berücksichtigen - auch in den Bereichen der Gesellschaft, die selten dem Kulturbereich zugeordnet werden. 

Die Veranstaltung ist ein Beitrag zur Konferenzreihe "KursWECHSELN".



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