makeitfairBerlin. - Mit kreativen Aktionen in Europa, Asien und Lateinamerika wollen Aktivisten am 7. Mai auf schlechte Arbeitsbedingungen in Zuliefererbetrieben von Apple aufmerksam machen. Im ersten Quartal 2011 habe das IT-Unternehmen hohe Gewinne mit dem Verkauf von iPads und iPhones erzielen können. Deshalb sollten auch die Arbeiterinnen und Arbeiter "ein faires Stück vom Apple-Kuchen" bekommen, bestehend aus existenzsichernden Löhnen, akzeptablen Arbeitszeiten und fairen Arbeitsbedingungen, fordern makeITfair und Germanwatch.

Die internationale Kampagne makeITfair erklärte, der Aktionstag solle Apple und anderen Unternehmen des IT-Sektors zeigen, dass Verbraucher nicht gewillt seien, unfaire Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörungen bei der Herstellung von IT-Produkten zu akzeptieren. Ziel der Aktionen sei es, die Lebensbedingungen von Beschäftigten rund um den Globus besser zu gestalten.

Verbraucher können sich ebenfalls an den Aktionen beteiligen. Mit Feedbackkarten können sie Apple dazu auffordern, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Auch über Facebook und Twitter sowie per E-Mail sollen Verbraucher Apple zeigen, dass sie nicht nur ein ansprechendes Design, sondern auch faire Produktionsbedingungen wünschen.

Verschiedene Aktionen rund um Apple finden in mehr als 15 Städten statt, in Deutschland unter anderem in: Berlin, Bielefeld, Dresden, Hamburg und Oldenburg sowie europaweit in Amsterdam (Niederlande), Budapest (Ungarn), Helsinki (Finnland), Lausanne (Schweiz), Stockholm (Schweden), Tampere (Finnland), Uppsala (Schweden), Utrecht (Niederlande) sowie in Hong Kong. In Guadalajara (Mexiko) und Taipei (Taiwan) soll es Protestaktionen vor Produktionsstätten von wichtigen IT-Zulieferern geben.

makeITfair ist ein europäisches Projekt, das sich mit der Elektronikindustrie, insbesondere mit der Produktion von elektronischen Konsumgütern wie Mobiltelefonen, Laptops und MP3-Playern, auseinandersetzt. In Deutschland wird makeITfair von Germanwatch koordiniert.

Der Aktionstag findet gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk GoodElectronics statt. GoodElectronics ist ein Netzwerk aus NGOs, Gewerkschaften, Wissenschaftlern und Sozialaktivisten, die sich in der globalen Lieferkette von Elektronikgeräten für Nachhaltigkeit und Menschenrechte engagieren.

www.makeitfair.org
www.germanwatch.org

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