maathaiNairobi. - Die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai ist tot. Die Trägerin der Friedensnobelpreises erlag am Sonntagabend in einem Krankenhaus in Nairobi einem Krebsleiden. Das hat die "Green Belt"-Bewegung am Montag bekanntgegeben. Wangari Maathai wurde 71 Jahre alt.

Wangari Maathai hatte 1977 das "Green Belt Movement" ins Leben gerufen, um den Zugang von Frauen zu Feuerholz und sauberem Wasser zu verbessern. Daraus entstand die größte Aufforstungsprojekt Afrikas, das sich in 13 Länder ausbreitete und zur Pflanzung von mittlerweile rund 40 Millionen Bäumen führte. Die "Mutter der Bäume" setzte sich jedoch auch für Demokratie und Menschenrechte ein und musste dafür - unter der Herrschaft des früheren kenianischen Machthabers Daniel arap Moi - mehrmals ins Gefängnis.

2004 wurde der Biologin als erster Afrikanerin der Friedensnobelpreis verliehen. Ebenfalls 2004 erhielt Wangari Maathai den internationalen Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung für ihre einzigartige Rolle in der afrikanischen Politik, für ihr Engagement für die grüne Bewegung Afrikas und für ihr Lebenswerk. "Mit ihr verlieren wir eine außergewöhnliche und mutige Frau, die sich ihr Leben lang besonders erfolgreich für die Demokratie, die ökologische Nachhaltigkeit, Menschen- und Frauenrechte eingesetzt hat", erklärten Barbara Unmüßig und Ralf Fücks vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. "Mit ihrem Charisma und ihrem mutigen persönlichen Einsatz hat sie unglaublich viel bewirkt und bewegt."

Aus relativ einfachen Verhältnissen stammend, erhielt Wangari Maathai eine solide Schulbildung an einer Klosterschule in Kenia und später ein Stipendium für ein Studium der Biologie in den USA. Sie studierte an den Universitäten von Pittsburgh, Gießen und München und erwarb 1971 als erste Frau aus Kenia den Doktortitel an der Universität von Nairobi. Die dreifache Mutter wurde die erste weibliche Professorin und mehr und mehr zur zentralen Identifikationsfigur der Frauenbewegung in Kenia. Sie war von 1976 bis 1987 in Kenias Nationalem Frauenrat (National Council of Women in Kenya) aktiv, den sie 1981–87 als Präsidentin leitete und dessen Vorstand sie bis zuletzt angehörte.

www.greenbeltmovement.org

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