nobelpreis_80Oslo. - Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die liberianische Frauenrechtlerin Leymah Gbowee und die Menschenrechts-Aktivistin Tawakkul Karman aus dem Jemen. Das hat das norwegische Nobel-Komitee am Freitag in Oslo bekannt gegeben. Der Preis, der mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert ist, wird damit dreigeteilt.

Wie das Nobel-Komitee erklärte, wurden die drei Frauen für ihren "gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für die Rechte der Frauen auf eine vollständige Teilnahme an friedensbildender Arbeit" ausgezeichnet.

Ellen Johnson Sirleaf sei Afrikas erste demokratisch gewählte Präsidentin und habe seit ihrer Amteinführung im Jahr 2006 für die Sicherung des Friedens in Liberia, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die Verbesserung der Lage der Frauen in Liberia gearbeitet, erklärte das Nobel-Komitee. Die 72jährige Sirleaf stellt sich kommende Woche zur Wiederwahl.

Ihre Landsfrau Leymah Gbowee (39) habe Frauen in Westafrika ohne Ansehen ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihrer Religion mobilisiert und organisiert. Sie habe sich damit für ein Ende des lang anhaltenden Krieges in Liberia und für die Teilhabe von Frauen an demokratischen Prozessen eingesetzt, lobte das Komitee.

Die 32 Jahre alte Jemenitin Tawakkul Karman ist Vorsitzende des Vereines Journalistinnen ohne Ketten. Sie habe schon vor dem Beginn des "Arabischen Frühlings" eine führende Rolle im Kampf um Frauenrechte, Demokratie und Frieden im Jemen gespielt, sagte der Vorsitzende des norwegischen Nobel-Komitees, Thorbjørn Jagland, am Freitag in Oslo.

Im Jahr 2010 hatte der chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo die Auszeichnung erhalten. Die Verleihung der diesjährigen Friedensnobelpreise findet am 10. Dezember in Oslo statt.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) freute sich über die Stärkung von Mädchen und Frauen durch die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises. "Die Preisverleihung unterstreicht die entscheidende Bedeutung von Frauen und Mädchen als Friedensstifterinnen", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. "Der Preis ist Ansporn, die Rechte und den Status von Mädchen und Frauen weltweit zu stärken."

http://nobelpeaceprize.org

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