djvBerlin. - Mit Bestürzung hat der Deutsche Journalisten- Verband auf die jüngsten Zahlen getöteter Journalisten reagiert, die das International News Safety Institute (INSI) am Dienstag veröffentlicht hat. Danach verloren im vergangenen Jahr 134 Journalisten und Medienmitarbeiter in 29 Ländern ihr Leben.

Die überwältigende Mehrheit der getöteten Journalisten des letzten Jahres stammte aus der jeweiligen Region, nur elf Opfer waren internationale Korrespondenten. Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Syrien (20), Irak (16) und den Philippinen (14). 65 Journalisten starben in bewaffneten Konflikten, 69 Todesfälle standen im Zusammenhang mit Recherchen über Kriminalität und Korruption oder waren auf Unfälle und Naturkatastrophen zurückzuführen.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken nannte die Zahlen "grauenhaft", auch wenn sie um zwölf Prozent niedriger lägen als ein Jahr davor: "Jeder tote Journalist ist ein Toter zuviel." Die Mörder von Journalisten seien zugleich Attentäter der Pressefreiheit. Er appellierte an die Konfliktparteien in Krisenregionen, die Rolle der Journalisten als unparteiische Beobachter zu respektieren: "Die Chronisten der Ereignisse dürfen nicht zu Zielscheiben werden."

Quelle: www.djv.de

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