Humanitäre Hilfe

worldvisionBerlin. - Zivilisten im syrischen Idlib haben kaum noch Orte zum Leben: Das ergibt eine Auswertung von Satellitenbildern der nordwestsyrischen Provinz, die Save the Children, World Vision und die Humanitarian Initiative der Harvard-Universität anlässlich des 9. Jahrestags des Syrien-Konflikts veröffentlicht haben. Die Aufnahmen belegen das große Ausmaß der Zerstörung von Wohngebieten und Infrastruktur. Fast ein Drittel der Gebäude zweier Frontstädte wurden durch die Kämpfe beschädigt oder zerstört. Für die vorherigen Einwohner dieser Städte ist eine Rückkehr damit nahezu unmöglich.

uno fluechtlingshilfeBonn. - Im Nordwesten Syriens verschärfen die anhaltenden Kämpfe und der Winter die Lage der Menschen vor Ort, warnt die UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Fast eine Million Menschen sind in der Region Idlib auf der Flucht, doch Hilfskräfte haben nicht immer Zugang zu den Betroffenen. Die Hilfsmaßnahmen in ganz Syrien sind weiterhin unterfinanziert: Bislang sind nur neun Prozent der benötigten Gelder eingetroffen.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat an die Kriegsparteien in Syrien appelliert, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur zu schützen. Willkürliche Angriffe auf Wohngebiete in der Provinz Idlib hatten am Dienstag zahlreiche Opfer gefordert. In drei von Ärzte ohne Grenzen unterstützten Krankenhäusern berichteten Mediziner von 18 Toten, die zu ihnen gebracht wurden, und 185 Verletzten.

worldvisionFriedrichsdorf. - Die internationale christliche Kinderhilfsorganisation World Vision hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, umgehend rund 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos aufzunehmen. Nach einem Besuch des Lagers auf der griechischen Insel berichtete der Vorstandsvorsitzende Christoph Waffenschmidt von entsetzlichen Zuständen.

whh 150Berlin. - Regen, Kälte, Hunger, steigende Preise – die Lage der Bürgerkriegsflüchtlinge im Nordwesten Syriens wird immer dramatischer. Mehr als 350.000 Menschen sind seit Anfang Dezember aus den umkämpften Gebieten der Provinz Idlib geflohen, vier von fünf der Geflüchteten sind Frauen. Die Welthungerhilfe weitet daher die Hilfe für die Flüchtlinge aus.

careBerlin. - Die Hilfsorganisation CARE hat am Dienstag ihren globalen Bericht "Suffering in Silence" veröffentlicht. Seit 2017 und damit im vierten Jahr listet CARE die zehn Krisen auf, die im vergangenen Jahr die wenigste internationale Medienberichterstattung erhielten. Neun der vergessenen humanitären Krisen fanden auf dem afrikanischen Kontinent statt. Nach Madagaskar auf Platz 1 folgen der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik auf Platz 2 und auf Platz 3 die Hungerkrise in Sambia.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Hunderttausende Flüchtlinge und Migranten durchqueren jedes Jahr die Region Agadez im Niger. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hat sich die Zahl der durch den Niger ziehenden Menschen in den ersten zehn Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt – von 267.000 auf 540.000. Darunter sind Schutzsuchende, die aus Libyen fliehen, aus Algerien abgeschoben werden oder die die Sahara von Süden her durchqueren wollen. Viele sterben beim Versuch in den Sanddünen der Ténéré-Wüste.

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