Landwirtschaft

fianlogo klKöln. - In einer neuen Studie erhebt die Menschenrechtsorganisation FIAN den Vorwurf, dass internationale Investmentfonds und Pensionskassen die Existenz ländlicher Gemeinden im Nordosten Brasiliens zerstören. Die massive Ausweitung der Agrarwirtschaft in der Region Matopiba – einer Fläche von rund 73 Millionen Hektar in den Bundesstaaten Maranhão, Tocantins, Piauí und Bahía – schädige lokale Ökosysteme und bedrohe die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Auch führe der Ausbau der industriellen Landwirtschaft, vor allem von Soja, zu extremer Entwaldung.

inkotaBerlin. - Am Donnerstag (7. Juni) ist Monsanto Geschichte: Der Bayer-Konzern aus Leverkusen hat die offizielle Übernahme des US-amerikanischen Saatgut- und Pestizidherstellers angekündigt. Damit erreicht der jahrelange Fusionsprozess der beiden Mega-Konzerne seinen Höhepunkt. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit drohten durch die Übernahme "noch mehr Hunger, Armut und Abhängigkeit", befürchtet INKOTA. Das entwicklungspolitische Netzwerk hat die Bundesregierung deshalb aufgefordert, gegen die Übernahme vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen und die Fusionskontrolle zu verschärfen.

inkotaBonn. - Mit einem drei Meter hohen Wellenbrecher protestieren INKOTA-AktivistInnen am Freitag anlässlich der Bayer-Hauptversammlung in Bonn gegen die Fusionswelle im globalen Agrargeschäft. Als SuperheldInnen verkleidet fordern sie die Bundesregierung auf, gegen die Fusion von Bayer und Monsanto vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen. Die Rekordübernahme des Saatgut- und Pestizid-Giganten durch den Leverkusener Chemie-Riesen sei noch längst nicht in trockenen Tüchern und bedrohe Menschen und Umwelt gleichermaßen. 

greenpeace Bonn. - Gegen umweltschädliche Agrarsubventionen haben Greenpeace-Aktivisten und Landwirte der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) am Freitag in Bonn demonstriert. Während Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im dortigen Landwirtschaftsministerium die Agrar-Reformvorschläge aus Brüssel vorstellte, schredderten die Aktivisten vor dem Gebäude symbolisch Geldscheine. Sie kritisierten, dass Brüssel weiterhin industrielle Großbetriebe finanziell bevorzugen wolle. 

knhDuisburg. - In Berlin findet vom 22. bis 25. April die vierte Welt-Kakao-Konferenz statt. Auf der Konferenz müssten vor allem die Situation der Kinder und ihr Schutz vor Ausbeutung in den Fokus rücken, fordert die Kindernothilfe. "Wir brauchen klare soziale Mindeststandards für die Produktion von Kakao und Schokolade als Teil einer Lieferkette und um Armut und missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaoanbau nachhaltig bekämpfen zu können", erklärte die Vorstandsvorsitzende der Organisation, Katrin Weidemann.

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