Klimaschutz

careBonn. - Am Montag hätte eigentlich die Weltklimakonferenz (COP26) beginnen sollen, doch aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde sie verschoben. Für viele Regierungen sei dies scheinbar eine willkommene Ausrede dafür, ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen auf das kommende Jahr zu vertagen, kritisiert die internationale Hilfsorganisation CARE. Nur 16 von 188 Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaschutzabkommens hätten verbesserte Klimapläne vorgelegt.

Hamburg. - Eine Studie der in Hamburg ansässigen Stiftung World Future Council kommt zu dem Schluss, dass durch die Einführung der 5G-Technik im Mobilfunk der Energieverbrauch weltweit drastisch steigen wird. Aufgrund des deutlich höheren Datenverkehrs sei zu befürchten, dass die 5G-Technik mit ihren vielen neuen energieintensiven Anwendungsmöglichkeiten zu einem weiteren Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs führen werde. Daher würde eine flächendeckende Einführung der neuen Technik die Erreichung der Pariser Klimaziele erschweren.

mccBerlin. - Die Klima- und Energiepolitik war bisher oft nicht optimal, was die sozialen Folgen angeht – also etwa die Lebensqualität des Einzelnen, die Verteilung des Wohlstands und der lokale Zusammenhalt. Das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern lässt sich vermeiden, wie jetzt eine aufwendige Metastudie unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) belegt. Demnach gibt es inzwischen soziale Erfolgsstories für alle wichtigen Politikinstrumente, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern.

germanwatch 150Berlin. - Nach Chinas Ankündigung, das eigene Klimaziel zu verbessern und damit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens zu folgen, haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs nur zu einer schwachen Antwort durchringen können. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch kritisierte die fehlende Einigung auf ein neues Klimaziel für 2030.

daadBonn. - Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) schreibt den Aufbau von insgesamt acht fächerübergreifenden "Globalen Zentren" zur Bewältigung weltweiter Herausforderungen aus. Vier Zentren sollen zu Klimafragen, weitere vier zu Gesundheits- und Pandemiefragen forschen. Das Auswärtige Amt (AA) fördert die Errichtung der Zentren bis 2025 mit rund 22 Millionen Euro.

germanwatch 150Berlin. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat die Ankündigung des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen begrüßt, dass China seine Klimaziele verschärfen und vor 2060 Klimaneutralität erreichen wolle. "Das ist ein Durchbruch in der internationalen Klimadiplomatie", erklärte Lutz Weischer von Germanwatch. "Hier zeigt sich, dass die EU stark genug ist, andere große Staaten zu mehr Klimaschutz zu bewegen – wenn sie selbst ernsthafte Klimapolitik betreibt."

oxfamBerlin. - Das reichste 1 Prozent (63 Millionen Menschen) blies zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viele klimaschädliche CO2-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Das zeigt ein neuer Bericht, den die Entwicklungsorganisation Oxfam am Montag veröffentlicht hat. Anlass sind die anstehenden klimapolitischen Gespräche im Rahmen der UN-Generalversammlung. Oxfam fordert den exzessiven CO2-Ausstoss der Wohlhabenden einzuschränken, Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und einen klimagerechten Umbau der Wirtschaft zum Wohle aller.

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