Menschenrechte

tdh 200Osnabrück. - Zum Weltkindertag am 20. September hat das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes eine grundsätzliche Kehrtwende der europäischen Asylpolitik gefordert. Die von der EU-Kommission angekündigte Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems müsse Lehren aus dem humanitären Desaster in Griechenland ziehen und endlich die Menschen- und Kinderrechte zum Fundament der europäischen Flüchtlingspolitik machen.

misereorAachen. - Die Verabschiedung der Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz ist am Mittwoch zum dritten Mal von der Agenda der Kabinettssitzung gestrichen worden. Trotz intensiver Verhandlungen konnten sich die Bundesminister Hubertus Heil, Gerd Müller und Peter Altmaier nicht auf einen Kompromiss verständigen. Hauptgrund ist laut MISEREOR der anhaltende Widerstand von Wirtschaftsminister Altmaier gegen eine zivilrechtliche Haftung deutscher Unternehmen, wenn diese durch mangelnde menschenrechtliche Sorgfalt in ihren Auslandsgeschäften Schäden mitverursachen.

venro 200Berlin. - 12.300 Geflüchtete und MigrantInnen, darunter viele Kinder, müssen seit dem Brand in Moria auf der griechischen Insel Lesbos auf der Straße oder im Wald schlafen. Menschen, die Schutz in der Hauptstadt suchen, werden von der Polizei zurückgedrängt. Gleichzeitig drohen Konflikte mit Teilen der einheimischen Bevölkerung zu eskalieren. Der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) hat deshalb gefordert, Geflüchtete aus Moria in Deutschland aufzunehmen.

germanwatch 150Berlin. - Drei von vier Menschen in Deutschland wollen ein Lieferkettengesetz. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag von Germanwatch hervor. Darin sprechen sich 75 Prozent der Befragten für ein Gesetz aus, mit dem deutsche Unternehmen künftig dafür sorgen müssten, dass ihre Produkte nicht unter Verletzung von Menschenrechten im Ausland hergestellt werden.

medicoFrankfurt/Main. - Auf der griechischen Insel Lesbos sind in der Nacht auf Mittwoch große Teile des Flüchtlingslagers Moria niedergebrannt. In den letzten Tagen war ein Anstieg der Corona-Fälle in dem mit über 12.000 Menschen vollkommen überbelegten Lager zu verzeichnen, das daraufhin abgeriegelt wurde. Tausende Menschen haben sich vor den Flammen in Sicherheit gebracht und irren über die Insel, berichtete die Hilfsorganisation medico international. Berichte über Verletzte oder Tote gebe es derzeit nicht.

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