Wald

greenpeace neu 200Hamburg. - Trotz Selbstverpflichtung können globale Konsumgüterhersteller wie Nestlé oder Unilever immer noch nicht ausschließen, dass für ihre Produkte weltweit riesige Waldflächen vernichtet werden. Das zeigt ein neuer Report von Greenpeace International, für den die Umweltschutzorganisation mehr als 50 Unternehmen zu ihrer Lieferkette befragt hat. Denn ob Schokolade, Shampoo oder Tiefkühlpizza: Unzählige Produkte enthalten Agrargüter wie beispielsweise Palmöl oder Soja. Deren Anbau zerstört unter anderem Regenwälder und befeuert damit die Klimakrise und das Artensterben.

bmz 100Berlin. - Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) haben den Beitritt Deutschlands zur Tropischen Waldallianz verkündet. Durch den Beitritt baut die Bundesregierung ihr aktives Engagement für entwaldungsfreie Lieferketten aus. Bereits seit vielen Jahren unterstützen beide Ministerien umfangreiche Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von tropischen Wäldern.

Bern. - Die Ausbreitung der Landwirtschaft ist die Hauptursache für die Abholzung von tropischen Wäldern in Lateinamerika. Dabei kann die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität entweder dazu beitragen, dass Wälder geschont werden – oder aber die Abholzung zusätzlich fördern. Eine Studie der Universität Bern zeigt, dass dabei die soziale Ungleichheit eine Rolle spielt: Grosse Ungleichheit führt zu mehr Abholzung, weniger Ungleichheit langfristig zu einem besseren Schutz der verbleibenden Tropenwälder.

bmzBerlin. - Ob Kakao in der Schokolade, Palmöl im Lippenstift oder Soja im Brotaufstrich - in vielen Produkten, Nahrungs- und Futtermitteln, Kosmetika oder Medikamenten sind pflanzliche Rohstoffe enthalten, zu deren Erzeugung Tropenwälder gerodet wurden. Das wiederum läuft dem Klimaschutz und insbesondere dem Ziel der Erhaltung und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder weltweit entgegen. Mit einer internationalen Konferenz am 20. Juni  2017 in Berlin will die Bundesregierung den Zusammenhang zwischen Konsum und Verlust von Naturwald aufgreifen.

tropenwald brasilien carajasFreiburg. - Der illegale Einschlag und Handel von Holz verursacht einen jährlichen Schaden von mehr als 152 Milliarden US-Dollar weltweit und beeinträchtigt damit Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaften. Die bestehenden Gesetze und Regulierungen reichen nicht aus, um die derzeitigen Aktivitäten auf diesem Gebiet einzudämmen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des Internationalen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (International Union of Forest Research Organizations/IUFRO).

robin woodHamburg. - ROBIN WOOD warnt vor weiterer Tropenwaldzerstörung und dem Einschleusen von Raubbauholz durch die Öffnung des EU-Markts für indonesische Tropenholzimporte gemäß dem indonesischen FLEGT-Partnerschaftsabkommen. Durch die seit Mitte dieses Monats geltende Neuregelung werde die Tropenwaldzerstörung beschleunigt – und zum Teil legalisiert – weitergehen, so die Umweltorganisation.

tropenwaldFrankfurt. - Abholzung, Umwandlung in Ackerland und Wilderei – weltweit gibt es kaum noch naturbelassene Wälder. Der Eingriff des Menschen belastet nicht nur den Wald von heute, sondern auch den von morgen. Vor allem Prozesse der Bestäubung und Samenausbreitung, die den Nachwuchs von Wäldern maßgeblich bestimmen, seien beeinträchtigt, berichten jetzt Forscher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt.

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