Weltwirtschaft

germanwatch 150Berlin. - Die deutsche Bundesregierung hat einen Beirat für nachhaltige Finanzen gegründet. Auf Einladung von Finanz- und Umweltministerium sollen Vertreter aus Finanz- und Realwirtschaft sowie Zivilgesellschaft und Wissenschaft eine nachhaltige Finanzstrategie für die Bundesregierung erarbeiten. Ziel ist es, Deutschland als einen führenden Standort für nachhaltige Finanzen zu etablieren. Germanwatch begrüßte die Gründung des Sustainable Finance-Beirats.

eine welt stadt berlinBerlin. - Eine große Mehrheit der Berliner Bevölkerung möchte eine faire und ökologisch nachhaltige Wirtschaftspolitik. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage von infratest dimap. Auftraggeber war der Landesverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen BER, in dem auch die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch Mitglied ist.

oxfamBerlin. - Mehr Ausbeutung statt versprochener Wohlstandsgewinne – das ist die Erfahrung von Beschäftigten in der Bananenindustrie Ecuadors zwei Jahre nach Inkrafttreten des Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union (EU). Der Handelsvertrag sollte zu mehr Fairness, Nachhaltigkeit und Umweltschutz führen. Doch eine Untersuchung im Auftrag der ecuadorianischen Gewerkschaft ASTAC konstatiert eine deutliche Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse, schlechter Bezahlung und der Missachtung von Gewerkschaftsrechten. ASTAC hat deshalb Beschwerde bei der Regierung Ecuadors eingelegt und trifft am Donnerstag EU-Vertreter. Unterstützt werden die Gewerkschafter von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Oxfam.

forum fairer handel Berlin. - Am 24. April jährt sich die Katastrophe von Rana Plaza zum sechsten Mal. Aus diesem Anlass hat der Geschäftsführer des Forums Fairer Handel, Manuel Blendin, die Bundesregierung mit Nachdruck dazu aufgefordert, verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für deutsche Unternehmen entlang ihrer gesamten Lieferkette per Gesetz festzuschreiben.

oxfamBerlin. - Der anhaltende Kampf deutscher Supermärkte um die günstigsten Preise für Bananen verschlimmert die schlechten Bedingungen auf Bananenplantagen. Die Firma Noboa, einer der größten Bananenproduzenten Ecuadors, entlasse systematisch Beschäftigte, die Gewerkschaften gründen und sich gegen niedrige Löhne und unbezahlte Überstunden zur Wehr setzen, berichtete die Hilfsorganisation Oxfam am Donnerstag in Berlin.

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