Weltwirtschaft

Zürich. - Allen Bemühungen um Imagekorrektur zum Trotz bleibt die Schweiz eines der weltweit beliebtesten Ziele für Wirtschaftskriminelle. Die Gesetze gegen Geldwäsche seien löchrig wie Emmentaler Käse und Parlament wie Behörden handelten nach wie vor nur auf internationalen Druck, kritisierte Public Eye. Zur Aufdeckung der vielen Schwachstellen im System hat die NGO einen satirischen Leitfaden für Kleptokraten erstellt. Zugleich werden die Bürgerinnen und Bürger zur "Bestechung" von Ueli Maurer aufgefordert, "um den lustlosen Finanzminister zu ermuntern, endlich gegen 'Korruption made in Switzerland' vorzugehen".

kampagne saubere kleidungBerlin. - Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) kritisiert, dass Mitgliedsunternehmen im Textilbündnis nicht verpflichtet sind, ihre Lieferkette offen zu legen. In einem neu erschienenen Bericht zeigt die CCC auf, dass nur sehr wenige Mitgliedsunternehmen ihre Lieferketten transparent machen und dem Best Practice-Standard des Transparency Pledge folgen. Nur mit dieser Transparenz könnten menschenrechtliche Sorgfaltspflichten effektiv und glaubwürdig umgesetzt werden.

misereorBerlin. - MISEREOR und Greenpeace haben ein neues Rechtsgutachten zum geplanten EU-Mercosur-Abkommen veröffentlicht. Es belegt die Mängel der bisherigen Bestimmungen zu Menschenrechten und Nachhaltigkeit und sieht Neuverhandlungen als einzigen Ausweg. Letzte Woche hatte der Vizepräsident der EU-Kommission Dombrovskis seine Absicht bekräftigt, das Abkommen mithilfe einer Zusatzvereinbarung mit Brasilien zum Umweltschutz zu retten. Auch die Bundesregierung setzt sich trotz der zwischenzeitlich kritischen Töne der Bundeskanzlerin für einen Abschluss ein.

oxfamBerlin. - Deutsche Supermärkte erlebten im Corona-Jahr 2020 einen Umsatzboom, das Vermögen ihrer Eigentümer wuchs um bis zu 30 Prozent. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in den globalen Lieferketten schuften trotzdem zu Hungerlöhnen, sind kaum geschützt oder haben ihre Arbeit ganz verloren. Das zeigt der neue Oxfam-Bericht "Pandemie-Profiteure und Virus-Verlierer*innen".

oxfamBerlin. - Nur jeder Fünfte in Deutschland ist davon überzeugt, dass unser Wirtschaftssystem sozial gerecht ist, eine Mehrheit verlangt umfassende Reformen. Das zeigt eine große repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland. Anlässlich des World Earth Day veröffentlichen Oxfam, das Europäische Umweltbüro (EEB) und das "forum für internationale entwicklung und planung" (finep) einen Bericht, der die Ursachen von Ausbeutung und Naturzerstörung in der europäischen Wirtschaft analysiert. Die Organisationen fordern eine Abkehr von der Fixierung auf Wachstum und eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft.

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