Klimaschutz

germanwatch 150Bonn. - Mit dem G20-Gipfel ab Samstag und der direkt anschließenden Weltklimakonferenz steht die internationale Klimapolitik vor zwei entscheidenden Wochen. Die G20 kann und muss nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch am Wochenende viel tun, um der Weltklimakonferenz ab Sonntag ordentlich Rückenwind zu geben. "Die G20-Länder spielen für die Eindämmung der Klimakrise die zentrale Rolle. Sie sind für gut 75 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich und müssen dringend große Fortschritte beim Klimaschutz machen", betonte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Zentral ist, dass sie spätestens zu Beginn des Klimagipfels in Glasgow ihre Klimaziele nachbessern. Da fehlen noch China und Indien. Zudem haben Länder wie Australien, Brasilien und Mexiko völlig inakzeptable neue Ziele vorgelegt."

careBonn. - Im Vorfeld der Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow hat die Hilfsorganisation CARE auf die Verantwortung der größten Industrienationen hingewiesen, die von der Klimakrise besonders betroffenen armen Staaten zu unterstützen. Auch Deutschland müsse als historisch viertgrößter Verschmutzer dabei tatkräftig Unterstützung leisten, erklärte CARE.

savethechildrenBerlin. - Während in wenigen Wochen die Staats- und Regierungschefs der Welt auf der UN-Klimakonferenz COP 26 zusammenkommen, leiden Familien in Nordsyrien und im Irak bereits verstärkt unter den Auswirkungen des Klimawandels. Rekordtemperaturen, eine anhaltende Dürre, Niedrigwasser und eine zerstörte Wasserinfrastruktur im Irak und im Nordosten Syriens gefährden das Leben von Kindern. Ernte- und Einkommensausfälle sowie Trinkwassermangel führen zu Krankheiten, Unterernährung und Hunger. Millionen von Menschen seien in der Region bereits von den schwerwiegenden Folgen des Wassernotstands betroffen, warnt die Kinderrechtsorganisation Save the Children.

Berlin. - Vier Wochen nach dem letzten globalen Klimastreik ruft Fridays for Future für kommenden Freitag (22. Oktober) zum nächsten weltweiten Aktionstag auf. In Deutschland streiken die Aktivistinnen und Aktivisten unter dem Motto #IhrLasstUnsKeineWahl zentral in Berlin. Hierfür organisiert die Bewegung aus knapp 50 Orten in ganz Deutschland Anreisen mit Bussen.

germanwatch 150Berlin. - Gut zwei Wochen vor dem G20-Gipfel und dem Beginn der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow zeichnet ein neuer Report ein besorgniserregendes Bild beim Klimaschutz der größten Industrie- und Schwellenländer. Der Bericht der internationalen Partnerschaft Climate Transparency kommt zu dem Schluss, dass die bisherigen Fortschritte aller G20-Staaten deutlich zu klein sind, um das 1,5 Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

mccBerlin. - Einer neuen Studie zufolge sind mindestens 80 Prozent der Landfläche der Welt und mindestens 85 Prozent der Weltbevölkerung vom Klimawandel beeinflusst. Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Climate Analytics haben mit Modellen des maschinellen Lernens rund 100.000 empirische Studien mit umfangreichen Modell- und Beobachtungsdaten zu Temperaturveränderungen und Niederschlägen zusammengeführt. Das Ergebnis ist ein umfassendes, globales Bild der bisherigen Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels.

germanwatch 150Berlin. - Kurz vor der EU-Umweltratssitzung am Mittwoch wenden sich 14 große Umweltverbände aus Polen, Frankreich und Deutschland mit einem Appell an ihre Regierungen: Sie fordern die Einrichtung eines "grünen Weimarer Dreiecks" mit der Etablierung neuer Koordinierungs- und Austauschformate für einen intensiven Klimadialog zwischen den drei Staaten. Das Weimarer Dreieck war vor 30 Jahren als Forum zwischen Paris, Berlin und Warschau nach dem Ende des Kalten Krieges entstanden, wird aber seit Jahren kaum genutzt.

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