Klimakrise

Temperatur in Riga. Screenshot: epo.de

Im Pariser Klimaabkommen haben sich die 195 Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) 2015 völkerrechtlich verbindlich darauf geeinigt, den Anstieg der Erdtemperatur unter zwei Grad Celsius zu halten - und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das Word "Anstieg" bezieht sich dabei auf die vorindustrielle Zeit. Jetzt haben Wissenschaftler Baumringe der letzten 2.000 Jahre aus der gesamten nördlichen Hemisphäre untersucht und herausgefunden, dass die globale Durchschnittstemperatur zwischen 1850 und 1900 um 0,24 Grad niedriger war als bisher angenommen. Der Temperaturanstieg des letzten Sommers hätte in diesem Fall in den nördlichen Breitengraden bei 2,31 Grad Celsius gelegen.

MCC Logo neuBerlin. - Zwischen 5 und 21 Prozent Emissionsrückgang: Das ist der empirisch gemessene Effekt in den ersten Jahren nach dem Start von Systemen zur CO2-Bepreisung. Ein Forschungsteam zeigt diese Befunde jetzt für 17 Ausprägungen realer Klimapolitik rund um den Globus – und verdichtet damit so umfassend wie nie zuvor den Erkenntnisstand. Es ermittelt mit künstlicher Intelligenz die bisherigen Erhebungen und macht sie mit einem neuartigen Rechenkonzept vergleichbar. Die große Metastudie wurde geleitet vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications publiziert.

global warming

 

24.05.2024 | Last summer’s temperature rise could be worse than we thought (Guardian)

19.05.2024 | Lancet-Bericht über Auswirkungen extremer Temperaturen in Lateinamerika (amerika21)

18.05.2024 | Fifty dead in heavy rain, floods in central Afghanistan, official says (reuters)

17.05.2024 | Klimapolitik der Ampelregierung: Das Klimaschutzgesetz reicht nicht aus (DLF)

17.05.2024 | Economic damage from climate change six times worse than thought – report (Guardian) :: A 1C increase in global temperature leads to a 12% decline in world gross domestic product, researchers have found!

14.05.2024 | Death Toll In Indonesia’s Floods, Volcanic Mudflows Rises To 52 (OMMCOM News)

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Bild: "Der Untergang" by Ingrida Preisa. Copyright © 2024 by epo.de/Ingrida Preisa

 

Wir haben es bereits im vergangenen November gemeldet, jetzt wird unsere Einschätzung von einem Guardian-Bericht bestätigt: Um 2,5 bis 2,9 Grad Celsius könnte die globale Temperatur bis Ende des Jahrhunderts ansteigen, musste im letzten November das UN-Umweltprogramm (UNEP) einräumen. Selbst wenn die Zusagen aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten würden, die Erderhitzung auf unter 2 Grad zu begrenzen und möglichst das 1,5 Grad-Ziel nicht zu überschreiten, könnten es bis zu 2,9 Grad werden! Wie eine Umfrage des Guardian unter Hunderten Wissenschaftlern des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPPC) jetzt ergab, sind 80% der Befragten der Ansicht, dass der Temperaturanstieg bei mindestens 2,5 Grad Celsius liegen wird. Fast die Hälfte gehen von mindestens 3 Grad aus. Nur 6% glauben, dass das 1,5-Grad-Ziel von Paris eingehalten werden kann, so der britische Guardian.

temperaturrekord april 2024 copernicus 80

Brüssel. - Der April 2024 war weltweit der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: Die globale Durchschnittstemperatur lag erstmals über 15 Grad Celsius. Besonders Europa lieferte dem EU-Klimadienst Copernicus auffälllig hohe Wetterdaten. Damit wurde den 11. Monat in Folge ein weltweiter Temperaturrekord erreicht: Um 1,58 Grad Celsius war der April 2024 wärmer als ein durchschnittlicher April zwischen 1850 und 1900.

germanwatch 150Berlin/Bonn. - Würden alle Menschen auf der Welt so leben und wirtschaften wie in Deutschland, wären bereits heute (02. Mai) die nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen für das gesamte Jahr aufgebraucht. Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Tag, ab dem in Deutschland bis Jahresende quasi ungefragt Schulden bei anderen gemacht werden. Damit sind Menschen im globalen Süden gemeint, die deutlich weniger verbrauchen als ihnen zusteht sowie Kinder und nachfolgende Generationen, die mit den Folgen der jahrzehntelangen Übernutzung umgehen müssen. Der Tag wird jährlich vom Global Footprint Network (GFN) errechnet.

mccBerlin. - Auf jährlich 11,3 Milliarden Tonnen CO2-Entnahme hat der Weltklimarat IPCC das maximale „technische Potenzial“ der sogenannten Klimaplantagen beziffert: besonders schnell wachsende Pflanzen anbauen, dadurch CO2 aus der Luft binden und es dann beim Verfeuern der Pflanzen in Biomasse-Kraftwerken abscheiden und speichern. Und das technische Potenzial für Auf- und Wiederaufforstung liegt bei weiteren 10,1 Milliarden Tonnen jährlich.

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