redhand Berlin. Anlässlich des "Red Hand Day" (12. Februar) hat das Deutsche Bündnis Kindersoldaten die Bundesregierung aufgerufen, den Export von Kleinwaffen und Munition komplett sowie alle Rüstungsexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Rund 250.000 Kindersoldaten und -soldatinnen werden in mindestens 20 Ländern zum Kämpfen gezwungen oder als Spione, Lastenträger und Sexsklaven missbraucht. In viele dieser Länder liefert Deutschland Waffen. 

unhcr Berlin. - Deutschland ist zum zweitgrößten Geber des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) aufgestiegen. Nach Angaben des UNHCR hat die Bundesrepublik dem UN-Flüchtlingshilfswerk im vergangenen Jahr 476,9 Millionen Dollar (385 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt. Damit hat Deutschland sogar die Europäische Union (436 Millionen Dollar) deutlich überholt. Die Nummer 1 bleiben nach wie vor die USA mit 1,45 Milliarden Dollar. An vierter und fünfter Stelle folgen Japan (152,4 Millionen Dollar) und Großbritannien (136,2 Millionen Dollar).

aerzte ohne grenzenBerlin. - In Italien leben etwa 10.000 wohnungslose Flüchtlinge und Migranten unter unmenschlichen Bedingungen am Rande der Gesellschaft. Gleichzeitig berichten viele Geflüchtete von Gewalt durch italienische und französische Grenzpolizisten. Mindestens 20 Menschen starben in den vergangenen beiden Jahren beim Versuch, die nördlichen Grenzen Italiens zu überqueren. Das zeigen zwei von Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag vorgestellte Berichte.

pro asyl logo 200Frankfurt. - Die aktuellen Pläne zur Isolierung von Schutzsuchenden in den von der Großen Koalition avisierten "ANkER-Zentren" sind aus der Sicht von PRO ASYL "Teil einer immer schärfer werdenden Abschottungspolitik". Die Wahrnehmung essentieller Rechte der Asylsuchenden wie das Recht auf Beratung und der Kontakt zu RechtsanwältInnen werde in isolierten Lagern erschwert, kritisierte die Organisation am Donnerstag in Frankfurt. In Bayern gehe die "repressive Abschottungspraxis" sogar so weit, dass der Zugang für unabhängige BeraterInnen in die Aufnahmeeinrichtungen (Unterkünfte der Aufnahmeeinrichtung Oberbayern) verboten werde.

mccBerlin. - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie "Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated". Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.

mccBerlin. - Gut gemachte Klimapolitik kann stärker zu einer stabilen, wachsenden Wirtschaft beitragen als bisher angenommen. Denn durch CO2-Preise sinken nicht nur die Treibhausgas-Emissionen. Weil zugleich die Rendite von fossilen Energieträgern sinkt, steigen umgekehrt die Investitionen in Anlagen und Maschinen, Infrastrukturen sowie Forschung und Entwicklung in anderen Wirtschaftszweigen. So werden nicht nur Klimaschäden vermieden – es kann auch der Wohlstand langfristig verbessert werden. Das haben Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) in Berlin herausgefunden.

knhDuisburg. - Wenn die Staaten der Welt ab Mittwoch in Malaysia über die Zukunft der Städte diskutieren, bringt auch die Kindernothilfe ihre Expertise ein: Auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt das Kinderrechtswerk aus Deutschland unter anderem seine Kampagnenarbeit zum Schutz von Kindern vor Gewalt vor. Denn "sichere Städte" sind ein ganz zentrales Thema beim neunten "World Urban Forum" in Kuala Lumpur.

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