Afrika

knhDuisburg. - Bei aller Euphorie über den Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea: Die Besorgnis über die Auswirkungen der bewaffneten Konflikte in Südäthiopien wächst. Mehr als 800.000 Menschen wurden innerhalb ihres eigenen Landes bereits heimatlos und es ist nicht sicher, ob sie jemals in ihre Heimatregion zurückkehren können. Die Kindernothilfe unterstützt durch eine lokale Partnerorganisation geflüchtete Kinder und ihre Familien mit humanitären Hilfsmaßnahmen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Afrikanischen Union (AU) mangelnden politischen Willen vorgeworfen, im Südsudan schwerste Menschenrechtsverletzungen juristisch zu verfolgen. "Seit drei Jahren hat die AU den Auftrag, einen Gerichtshof zur Aufarbeitung und Ahndung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Südsudan aufzubauen. Doch die afrikanische Staatengemeinschaft versagt im Kampf gegen Straflosigkeit für schwerste Menschenrechtsverletzungen", sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. 

hoffnungszeichenKonstanz. - Der Südsudan feiert am 9. Juli seine siebenjährige Unabhängigkeit vom Sudan. Als Beobachter der Vereinten Nationen hält die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen fest: "Eine drohende Hungersnot, anhaltende Kämpfe und eine durch die Ölindustrie verursachte Umweltkatastrophe haben den Südsudan an den Rand des Staatsversagens gebracht."

whh 150Bonn. - Am 9. Juli wird der Südsudan, das jüngste Land der Welt, sieben Jahre alt. Die Bilanz seit der Staatsgründung sei katastrophal, erklärte die Welthungerhilfe am Freitag in Bonn: 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Rund 2,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Bürgerkrieges 2013 in die Nachbarländer geflohen. Mehr als 1,7 Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht. Ohne humanitäre Hilfe werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen in diesem Jahr 7,1 Millionen Menschen Hunger leiden.

oenz 100Berlin. - Luc Nkulula, Aktivist der Bürgerbewegung La Lucha, ist bei einem bislang ungeklärten Brand in seinem Haus in der Provinzhauptstadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ums Leben gekommen. Nkulula hatte die friedliche Bürgerbewegung La Lucha im Jahr 2012 mitgegründet und sah sich wie viele seiner Mitstreiter staatlichen Repressionen ausgesetzt. Die kongolesische Zivilgesellschaft fordert ebenso wie das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) eine unabhängige Untersuchung des Todes von Nkulula.

oenz Berlin. - Die Bundesregierung soll sich stärker für Frieden in Zentralafrika einsetzen. Das haben die Teilnehmer einer gemeinsamen Tagung der Heinrich Böll Stiftung und des Ökumenischen Netzes Zentralafrika (ÖNZ) in Berlin gefordert. In den letzten Monaten hat sich die politische Situation insbesondere in Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) weiter zugespitzt.

misereorAachen. - Wetterextreme und zunehmende Unsicherheit in Teilen der Sahel-Zone, anhaltende Regenfälle in Kenia und hohe Lebensmittelpreise durch den Bürgerkrieg im Südsudan drohen Millionen Menschen in Afrika in eine akute Hungerkrise zu stürzen. MISEREOR fordert von der internationalen Gemeinschaft, dem Appell von Entwicklungsminister Gerd Müller zu folgen und umgehend einen UN-Krisenfonds zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung einzurichten.

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