Afrika

aerzte ohne grenzenBerlin. - Tausende Menschen sind nach einem gewaltsamen Angriff auf die Stadt Rann im Bundesstaat Borno im äußersten Nordosten Nigerias geflohen. Viele von ihnen kamen zu Fuß in dem sieben Kilometer entfernten Ort Bodo in Kamerun an. Ärzte ohne Grenzen hat mit der Unterstützung der Menschen dort begonnen. Ein Team aus Medizinern und Logistikern verteilt Lebensmittel und Wasser und leistet medizinische Notfallversorgung.

oenz 100Berlin. - Die nationale Wahlkommission in der Demokratischen Republik Kongo (CENI) hat den Kandidaten der Oppositionspartei UDPS, Felix Tshisekedi, zum Gewinner der Präsidentschaftswahlen erklärt. Für viele überraschend liegt er laut CENI mit 38,5 Prozent der Stimmen vor dem bisher favorisierten Oppositionskandidaten Martin Fayulu, der 34,8 Prozent erhalten haben soll. Der Kandidat der Regierungsplattform, Ramazani Shadary, landete mit 23,8 Prozent abgeschlagen auf Platz 3. Die amtierende Regierung musste folglich eine deutliche Wahlschlappe hinnehmen, so das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ).

gfbvGöttingen. - Scharfe Kritik an der Verschiebung der für Sonntag geplanten Präsidentschaftswahl in der Demokratischen Republik Kongo hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) geübt. Die Menschenrechtsorganisation wirft der Regierung des Kongo vor, die Verschiebung inszeniert zu haben, um den seit Dezember 2016 illegal regierenden Staatspräsidenten Joseph Kabila weiter an der Macht zu halten.

planHamburg. - Die Kinderhilfsorganisation Plan International zeigt sich entsetzt über eine bei Facebook öffentlich gewordene Hochzeit eines 15 Jahre alten Mädchens mit einem 70 Jahre alten Mann in Nigeria. Wie nigerianische Medien berichteten, postete ein Hochzeitsgast vergangene Woche ein Foto des Brautpaares in dem sozialen Netzwerk. Es zeigt ein junges Mädchen, das zu Boden sieht, während ihr mutmaßlicher Ehemann neben ihr in die Kamera lächelt. Die Heirat soll laut Medienberichten im Bundesstaat "Niger State" im Westen Nigerias stattgefunden haben.

gfbvGöttingen. - Anlässlich der Verhandlungen in Genf über die Zukunft der Westsahara unter dem Vorsitz des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, dass Menschenrechte im Zentrum der Gespräche stehen müssen. Köhler stehe vor der "Mammut-Aufgabe", als UN-Sonderbeauftragter für die Westsahara den immer stärker eskalierenden Streit um die Zukunft des von Marokko besetzten Gebietes zu lösen, sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einem Scheitern der Friedensbemühungen in Kamerun gewarnt. "Den Vermittlern läuft die Zeit davon. Denn die Regierung behindert die Friedensbemühungen, während die Gewalt im Bürgerkrieg täglich zunimmt", kritisierte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

caritas Freiburg. - Im Nordwesten Kameruns ist ein Mitarbeiter eines Projektpartners von Caritas international erschossen worden. Der aus Kenia stammende Vikar kam bei einem Beschuss der Kirche in dem Ort Kembong ums Leben, während dort verschiedene Hilfsaktionen für Vertriebene durchgeführt wurden. Zeugenberichten zufolge richtete sich der Beschuss nicht gezielt gegen den Mann. Vielmehr soll es sich um eine Einschüchterungsaktion des Militärs gehandelt haben.

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