Afrika

hoffnungszeichenKonstanz. - Der Südsudan feiert am 9. Juli seine siebenjährige Unabhängigkeit vom Sudan. Als Beobachter der Vereinten Nationen hält die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen fest: "Eine drohende Hungersnot, anhaltende Kämpfe und eine durch die Ölindustrie verursachte Umweltkatastrophe haben den Südsudan an den Rand des Staatsversagens gebracht."

whh 150Bonn. - Am 9. Juli wird der Südsudan, das jüngste Land der Welt, sieben Jahre alt. Die Bilanz seit der Staatsgründung sei katastrophal, erklärte die Welthungerhilfe am Freitag in Bonn: 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Rund 2,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Bürgerkrieges 2013 in die Nachbarländer geflohen. Mehr als 1,7 Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht. Ohne humanitäre Hilfe werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen in diesem Jahr 7,1 Millionen Menschen Hunger leiden.

oenz 100Berlin. - Luc Nkulula, Aktivist der Bürgerbewegung La Lucha, ist bei einem bislang ungeklärten Brand in seinem Haus in der Provinzhauptstadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ums Leben gekommen. Nkulula hatte die friedliche Bürgerbewegung La Lucha im Jahr 2012 mitgegründet und sah sich wie viele seiner Mitstreiter staatlichen Repressionen ausgesetzt. Die kongolesische Zivilgesellschaft fordert ebenso wie das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) eine unabhängige Untersuchung des Todes von Nkulula.

oenz Berlin. - Die Bundesregierung soll sich stärker für Frieden in Zentralafrika einsetzen. Das haben die Teilnehmer einer gemeinsamen Tagung der Heinrich Böll Stiftung und des Ökumenischen Netzes Zentralafrika (ÖNZ) in Berlin gefordert. In den letzten Monaten hat sich die politische Situation insbesondere in Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) weiter zugespitzt.

misereorAachen. - Wetterextreme und zunehmende Unsicherheit in Teilen der Sahel-Zone, anhaltende Regenfälle in Kenia und hohe Lebensmittelpreise durch den Bürgerkrieg im Südsudan drohen Millionen Menschen in Afrika in eine akute Hungerkrise zu stürzen. MISEREOR fordert von der internationalen Gemeinschaft, dem Appell von Entwicklungsminister Gerd Müller zu folgen und umgehend einen UN-Krisenfonds zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung einzurichten.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor neuen Unruhen und Menschenrechtsverletzungen im Südosten Nigerias am Biafra-Gedenktag (30. Mai) gewarnt. In der vergangenen Woche seien bereits mehr als 100 Biafra-Aktivisten in verschiedenen Bundesstaaten Südost-Nigerias festgenommen worden. Gegen mindestens 41 Inhaftierte seien Strafverfahren eingeleitet worden.

oenz Berlin. - Die Bevölkerung in Burundi soll am Donnerstag darüber abstimmen, ob der amtierende Präsident Pierre Nkurunziza mit Hilfe einer geänderten Verfassung über 2020 hinaus an der Macht bleiben darf. Das Referendum würde dem Präsidenten im Falle einer Annahme sowohl ein viertes Mandat als auch eine theoretische Amtszeit bis 2034 ermöglichen. Im Vorfeld des Referendums kam es zu Gewalt, Einschüchterungen und Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung, berichtete das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) in Berlin.

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