Lateinamerika

bundBerlin. - Fleischproduktion geht einher mit Entwaldung, Landraub und Zwangsarbeitsverhältnissen. Das belegt ein neuer Bericht der brasilianischen Organisation Réporter Brasil und Friends of the Earth Europe, dem europäischen Dachverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Angesichts alarmierender Folgen für Umwelt, Menschenrechte und das Klima fordert der BUND den Stopp des Abkommens zwischen Europäischer Union und den Mercosur-Staaten.

amerika 21Bogotá. - Die Staatsanwaltschaft von Kolumbien ermittelt in 29 Fällen gegen 22 Generäle des Militärs, die im Kampf gegen bewaffnete Gruppen erschossene Zivilisten als getötete Guerilleros ausgegeben haben sollen. Dies habe der Oberste Gerichtshof des südamerikanischen Landes dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) in einem Report mitgeteilt, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag.

kolko 100Berlin. - In Kolumbien jährt sich am 24. November zum vierten Mal die Unterzeichnung des Friedensvertrags mit der Guerilla-Gruppe FARC. Deutsche Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen kritisieren, die Regierung von Präsident Duque sei im Begriff den Friedensprozess vollständig abzuwürgen. Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssten die kolumbianische Regierung auffordern, den Friedensvertrag umzusetzen und internationale Entwicklungsgelder an dessen Erfüllung zu knüpfen.

misereorBerlin. - In sechs mexikanischen Bundesstaaten verschmutzen Industrieunternehmen seit Jahrzehnten Wasser, Luft und Böden, die Bevölkerung leidet infolgedessen unter gravierenden Gesundheitsschäden. Auch deutsche Konzerne wie VW und ZF betreiben Werke in Mexiko und stehen im Verdacht, zu den Schäden beigetragen zu haben. MISEREOR, das Ökumenische Büro München und die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko sowie mexikanische Partnerorganisationen haben die Firmen dazu aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und Maßnahmen zum Schutz der Menschen und der Natur einzuleiten.

amerika 21Santiago. - Eine überwältigende Mehrheit der Chileninnen und Chilenen hat für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung gestimmt. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der abgegebenen Stimmen sorgte das Votum von 78,3 Prozent - das entspricht mehr als 5,8 Millionen Menschen - für einen historischen Wahlausgang. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag berichtet.

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