Lateinamerika

uno fluechtlingshilfeBonn. - Der Exodus aus Venezuela geht unvermindert weiter. Nach Meldungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hat die Gesamtzahl der Geflüchteten inzwischen die Drei-Millionen-Grenze erreicht. Davon fanden 2,4 Millionen Venezolaner in südamerikanischen und karibischen Ländern Zuflucht, während rund 600.000 Menschen in anderen Regionen aufgenommen wurden. Damit hat sich die Zahl der Flüchtlinge seit Juli nahezu verdoppelt - es ist damit die größte Fluchtbewegung in der modernen Geschichte Lateinamerikas.

amerika 21Asunción. - Während Präsident Mario Abdo Benítez in Europa unterwegs gewesen ist, haben sich die Konflikte in Paraguay weiter zugespitzt. Beamte und Angestellte der Generalstaatsanwaltschaft sind in einen Streik getreten, den sie bis zu einem Monat lang aufrechterhalten wollen, sollte der Präsident ihren Forderungen nach Erhöhung des Haushalts und der Gehälter nicht nachkommen, berichtete das das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

germanwatch Berlin. - Durch die Wahl des sich in die Tradition der Militärdiktatur stellenden Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens steht nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Menschenrechts- und Klimapolitik des größten Landes Südamerikas auf dem Prüfstand. Bolsonaro hatte im Wahlkampf unter anderem angekündigt, in viel größerem Ausmaß den Amazonas-Regenwald für die Nutzung durch Unternehmen und Landwirtschaft freizugeben.

Berlin. - Nach dem Sieg des ultrarechten Kandidaten Jair Bolsonaro bei der Stichwahl um die Präsidentschaft in Brasilien sorgt sich Brot für die Welt mit seinen brasilianischen Partnern um die Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte im größten Land Lateinamerikas. MISEREOR und seine Partnerorganisationen befürchten, dass insbesondere die Rechte armer Bevölkerungsschichten und der Minderheiten drastisch eingeschränkt werden könnten.

rog Berlin. - Reporter ohne Grenzen (ROG) blickt angesichts der bevorstehenden Präsidentschafts-Stichwahl mit Sorge auf die Zukunft von Pressefreiheit und Demokratie in Brasilien. Klarer Favorit für die Wahl am Sonntag, 28. Oktober, ist der Rechtspopulist Jair Bolsonaro. Dessen Wahlkampf sei in den vergangenen Wochen von Hassreden, Desinformation und Gewalt gegen Journalisten geprägt gewesen, erklärte ROG.

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