Weltwirtschaft

oneBerlin. - Die Entwicklungsorganisation ONE hat die Entscheidung der G20 begrüßt, das bestehende Schuldenmoratorium für 45 Länder bis Ende 2021 zu verlängern und die Vergabe von Sonderziehungsrechten (SZR) innerhalb des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 650 Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Beide Maßnahmen trügen dazu bei, die Liquiditätskrise insbesondere in den ärmeren Ländern der Welt zu mildern. So könnten diese Länder ihre Sozial- und Gesundheitsausgaben zur Bewältigung der Coronakrise erhöhen.

kampagne saubere kleidungBerlin. - Mit umfassenden Forderungen an Modeunternehmen haben NGOs und Gewerkschaften aus 37 Ländern die Kampagne #PayYourWorkers gestartet. Das Bündnis fordert von Unternehmen wie Amazon, Nike und Next, Arbeiterinnen und Arbeiter zu unterstützen, die während der Pandemie und den damit verbundenen Einkommensverlusten unverschuldet in Not geraten sind.

Berlin. - Europäische Top-Banken, darunter auch die Deutsche Bank und die Commerzbank, tragen durch ihre Milliarden-Investments und Finanzierungen massiv zur globalen Verschmutzung durch Plastik bei. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Dirty Profits" der Nichtregierungsorganisation Facing Finance. Keine der untersuchten Banken verfüge bislang über eine umfassende Plastikrichtlinie, weder in Bezug auf die Produktionskette noch auf die Konsumgüterbranche.

Berlin. - Ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen und Initiativen protestiert am Montag vor der Brasilianischen Botschaft in Berlin gegen das geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Vier Tage vor dem Globalen Klimastreik am kommenden Freitag machen die Organisationen damit auf die fatalen Auswirkungen aufmerksam, die das Abkommen auf das globale Klima sowie auf Umwelt und Menschenrechte hätte. Bauernvertreter*innen fahren zudem mit einem Trecker und Sojaschrotsäcken vor, um die Folgen der Futtermittelimporte in den Anbauländern und in Europa für Menschen und Umwelt zu verdeutlichen.

erlassjahr 100Düsseldorf. - Am kommenden Freitag und Samstag treffen sich die Finanzminister*innen der G20 virtuell. Zentrales Thema wird die Umsetzung des G20 Common Framework for Debt Treatments beyond the DSSI sein. Mit Tschad, Äthiopien und Sambia haben kürzlich die ersten drei Staaten eine Umschuldung unter dem neuen Rahmenwerk beantragt. Das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de fordert, das Rahmenwerk an entscheidenden Punkten nachzubessern, damit es wirksam zur Lösung der Schuldenkrise beitragen kann.

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