Gesundheit

misereorAachen. - Körperliche Distanz und Mund-Nasenbedeckung, Anzahl von Kontaktpersonen reduzieren, Husten- und Niesen-Etikette praktizieren sowie regelmäßig und gründlich die Hände waschen - so lauten in Zeiten der Corona-Pandemie die klaren Vorgaben in Deutschland. Gebote, die zu Hause ebenso gelten wie in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Schulen. Aber was ist, wenn man solche Regeln gar nicht umsetzen kann, wie etwa in vielen Ländern Afrikas?

careBonn. - Ein neuer Bericht der Hilfsorganisation CARE zeigt: Je ausgewogener das Geschlechterverhältnis in Covid-19-Krisenstäben ist, desto spezifischer gehen die Hilfsprogramme darauf ein, die Auswirkungen der Pandemie auf Frauen und Kinder im jeweiligen Land zu berücksichtigen. Im CARE-Bericht, der 30 Länder untersucht, erreicht nur Kanada eine positive Genderbalance in seinem Covid-19-Krisenstab.

Berlin. - Bei der Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 600 Millionen Euro für die Arbeit der Impfallianz von 2021 bis 2025 bestätigt, die schon im Januar von der Bundeskanzlerin zugesagt wurden. Darüber hinaus wiederholte sie ihre Zusage vom 4. Mai für weitere 100 Millionen Euro, die explizit für die Corona-Bekämpfung vorgesehen waren. Damit blieb die Bundesregierung hinter den Erwartungen von Nichtregierungsorganisationen zurück. Diese hatten 700 Millionen Euro für Gavis Kernaufgaben gefordert: Routineimpfungen und die Stärkung von Gesundheitssystemen.

careBonn. - Infolge der Covid-19-Pandemie gibt es starke Anzeichen dafür, dass sich die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Hochrisikoländern erhöht. Dies geht aus einer Analyse der Hilfsorganisation CARE hervor, die auf Daten des INFORM-Risikoindex beruht. CARE warnt vor katastrophalen Folgen der Pandemie für 12 Millionen Mütter in Ländern mit hohem Risiko.

Berlin. - Anlässlich der am Donnerstag stattfindenden Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi haben sieben Entwicklungsorganisationen die Bundesregierung aufgerufen, den deutschen Beitrag für Gavi von 600 auf 700 Millionen Euro zu erhöhen. Nur durch eine Aufstockung der bereits zugesagten Gelder für Gavi könnten Millionen Kinder auch in den ärmsten Ländern ungeachtet der zusätzlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gegen vermeidbare Krankheiten geimpft werden. Insgesamt benötige Gavi von 2021 bis 2025 mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar, um ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können.

Frankfurt/Main. - Am Freitag stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit Costa Rica einen "Call to Action" vor, der zur Schaffung einer weltweiten "Technologie-Plattform" für Covid-19-Produkte aufruft. Die World Health Assembly hatte in ihrer Resolution vom 19. Mai bereits an die Internationale Gemeinschaft appelliert, die Einrichtung eines solchen Patentpools anzugehen. Deutsche Gesundheitsorganisationen haben die Bundesregierung dazu aufgerufen, diese Pläne zu unterstützen.

worldvisionFriedrichsdorf. - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat davor gewarnt, dass sich in Brasilien das Coronavirus aggressiv verbreitet und das Land von allen südamerikanischen Staaten inzwischen am stärksten von der Pandemie betroffen ist. Besonders die schwächsten und ärmsten Menschen, die in den Favelas und an Flussufern leben, die Migranten und Flüchtlinge sind bedroht. "Die indigene Bevölkerung im Amazonas könnte stark dezimiert werden", so World Vision.

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