Kulturpolitik

unescoBerlin (epo.de). - Das Auswärtige Amt startet am Freitag den neuen internationalen Freiwilligendienst "Kulturweit", mit dem junge Menschen für sechs oder zwölf Monate ins Ausland gehen können. Der kulturelle Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes wird in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission durchgeführt. "Kulturweit" soll  jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren die Möglichkeit geben, sich in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren.
Bundeskanzerlin Angela Merkel. Foto: BPABerlin (epo.de). - Bundeskanzlerin Angela Merkel will die die Arbeit der Goethe-Institute ausbauen. Das kündigte die Kanzlerin jetzt bei einem Besuch des Goethe-Instituts in München an. Die Arbeit der Goethe-Institute ist aus der Sicht der Bundesregierung wichtiger denn je. Sie könnten weltweit ein modernes, weltoffenes und vielfältiges Bild von Deutschland vermitteln. "Ich bin stolz, dass wir eine solche Visitenkarte der Kulturarbeit im Ausland haben", sagte Merkel. Angesichts der Globalisierung und dynamisch wachsender Wirtschaftsregionen werde die kulturelle Arbeit im Ausland für Deutschland immer wichtiger.
NagaBasel/Zürich (epo.de). - Die Naga, zu denen rund 30 ethnische Gruppen zählen, sind Thema von gleich zwei spannenden Ausstellungen, einer im Völkerkundemuseum in Zürich und einer, die am 22. August im Basler Museum der Kulturen eröffnet wird. Sie bewohnen eine Bergregion an der Grenze zwischen Nordostindien und dem nordwestlichen Burma. Früher am äußersten Rand des britischen Kolonialreiches als Kopfjäger gleichzeitig gefürchtet und für ihre materielle Kultur bewundert, war das Siedlungsgebiet dieser Menschen seit der Unabhängigkeit Indiens 1947 wegen zahlreicher bewaffneter Konflikte Sperrzone. Erst seit 2001 sind Reisen in den indischen Bundesstaat Nagaland auch für Ausländer wieder möglich. Vor diesem Hintergrund bieten das Völkerkundemuseum der Universität Zürich und das Museum der Kulturen Basel mit zwei sich gegenseitig ergänzenden Ausstellungen Einblicke in das kulturelle Erbe einer Region, die lange Zeit aus dem Blickfeld des Westens geraten war.
Berlin (epo.de). - Zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar hat Survival International darauf aufmerksam gemacht, dass durchschnittlich alle zwei Wochen eine indigene Sprache ausstirbt. Fünftausend der sechstausend auf der Welt existierenden Sprachen seien indigen, genauso wie die meisten vom Verschwinden bedrohten Sprachen, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2008 zum "Internationalen Jahr der Sprachen" erklärt.
Tag der Muttersprache. Bild: UNESCOToronto (epo.de). - Am Internationalen Tag der Muttersprache 2008 (21. Februar) hat die Weltvereinigung für Christliche Kommunikation (World Association for Christian Communication - WACC) zu gemeinsamen Aktionen aufgerufen, um die sprachliche Vielfalt zu schützen und die Vielsprachigkeit zu fördern. Viele Sprachen sind bedroht. Von früher etwa 8.000 Sprachen seien nur 6.000 übrig geblieben, und die Hälfte von ihnen werde von weniger als jeweils 10.000 Menschen gesprochen, ein Viertel sogar von weniger als 1.000 Menschen, so die WACC.
terre des hommesOsnabrück/Aachen (epo.de). - Der diesjährige Aachener Friedenspreis wird am 1. September an die Gemeinde von San José de Apartado in Kolumbien verliehen. "Damit werden Menschen geehrt, die trotz schwerster Verfolgung für Frieden und Gewaltfreiheit eintreten. Die Friedensgemeinden sind in ländlichen Gebieten Kolumbiens oft der einzige Schutz vor Vertreibung und den Übergriffen der Kriegsparteien", begrüßte Ralf Willinger, Referent für Kinder in gewaltsamen Konflikten bei terre des hommes, die Entscheidung.
UNESCOBonn (epo.de). - Die Deutsche UNESCO-Kommission informiert auf einer neuer Website über die von ihr gegründete Stiftung für die Kulturen Afrikas. Die Stiftung basiert auf der Zusammenarbeit zwischen der Deutschen UNESCO-Kommission, Andr? Hellers Zirkustheater "Afrika! Afrika!" und dem Goethe-Institut. Ziel der Stiftung ist es, dauerhaft Kulturprojekte in Afrika zu unterstützen.
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