Ernährung

brot fdwBerlin. - Die Zahl der Menschen, die unter Hunger und "mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit" leiden, ist zwischen 2014 und 2018 um 300 Millionen auf über zwei Milliarden angestiegen. Weltweit lebt nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO beinahe jeder vierte Mensch in der Ungewissheit, ob es am nächsten Tag ausreichend und qualitativ gute Nahrung gibt. Frauen und Mädchen sind stärker betroffen als Männer. Verantwortlich dafür sind vor allem ihre fehlende rechtliche Gleichstellung und Diskriminierung beim Zugang zu Land, heißt es in der neuen Ausgabe des Jahrbuchs zum Recht auf Nahrung. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN sind Mitherausgeber des Jahrbuchs, das zum Welternährungstag am 16. Oktober erscheint.

whh 150Berlin. - Die Fortschritte bei der globalen Bekämpfung des Hungers sind nicht nur stark gefährdet, es gibt sogar Rückschritte in einigen Regionen. Das zeigt der neue Welthunger-Index 2019 (WHI), der die Ernährungslage in 117 Ländern berechnet. Die seit drei Jahren steigende Zahl der Hungernden weltweit auf derzeit 822 Millionen Menschen bedeute einen herben Rückschlag, erklärte die Welthungerhilfe.

fianlogo klKöln. - Die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland hat anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober darauf hingewiesen, dass die Zahl der an "mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit" leidenden Menschen in nur vier Jahren um 317 Millionen auf nun über zwei Milliarden Personen gestiegen ist. Das zeigen jüngste Zahlen der Welternährungsorganisation FAO. Zugleich ist die Datenlage zur Zahl der Todesfälle durch Hunger und Mangelernährung lückenhaft: Schätzungen liegen zwischen 9 und 36 Millionen Menschen pro Jahr.

wfp iconBerlin. - Rund 820 Millionen Menschen hatten 2018 nicht genug zu essen. Im Jahr davor waren es noch 811 Millionen. Damit ist der Hunger weltweit zum dritten Jahr in Folge gestiegen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten UN-Bericht "The State of Food Security and Nutrition in the World" hervor.

oxfamBerlin. - Der diesjährige "Globale Bericht über Nahrungsmittelkrisen" des Informationsnetzwerks Ernährungssicherung zeigt, dass 2018 mehr als 113 Millionen Menschen in 53 Ländern akut an Hunger litten und auf Hilfen zur Ernährungs- und Existenzsicherung angewiesen waren. Der Bericht wurde am Dienstag von der Europäischen Union, der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen vorgestellt. Die Entwicklungsorganisation Oxfam kritisiert, dass die Politik vor allem Kleinbauern in armen Ländern vernachlässigt.

Stuttgart. - Die Ernährungswissenschaftlerin und Epidemiologin Dr. Ina Danquah erhält die Robert Bosch Juniorprofessur "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" 2019. Sie wird an der Universität Heidelberg erforschen, wie Ernährungsweise und Klimaveränderungen in Subsahara-Afrika miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Auf dieser Basis wird Dr. Danquah Strategien für eine nachhaltige Ernährung entwickeln, die die unterschiedlichen Herausforderungen auf dem Land und in der Stadt berücksichtigen.

oeko institutFreiburg. - Fisch und Fischprodukte sind Bestandteile einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. In Deutschland kommen jährlich mehr als eine Million Tonnen Fisch und Fischprodukte auf deutsche Teller. Nur etwa zwei Prozent stammen dabei aus heimischer Aquakultur, weitere 18 Prozent aus der deutschen Hochseefischerei. Der große Rest des in Deutschland verzehrten Fischs wird aus verschiedenen Teilen der Erde importiert. Das Öko-Institut fordert die Verbraucher auf, Fisch aus nachhaltigen einheimischen Beständen zu verzehren.

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