wvFriedrichsdorf. -  Die Organisation World Vision hat am Freitag in Malawi Nothelfer für die überfluteten Gebiete mobilisiert. Nach starken Regenfällen sind bislang mehr als 170.000 Menschen von Überschwemmungen betroffen. Offiziellen Angaben zufolge kamen 176 Menschen ums Leben. Der Regen hält an.

In weiten Teilen des Landes wurden zehntausende Häuser und Hütten durch Wasserfluten zerstört. Auch in neun Projektgebieten der Kinderhilfsorganisation World Vision kam es zu schweren Überschwemmungen. Dort sind bislang mehr als 11.000 Familien zu Schaden gekommen, viele verloren ihr Zuhause. Ein World Vision-Patenkind im Phalombe-Distrikt starb. In den betroffenen Gebieten benötigen mindestens 1.427 Patenkinder und deren Familien nun rasche Hilfe.

"In 24 Stunden hat es so viel geregnet wie sonst im ganzen Monat. Viele Menschen haben all ihr Hab und Gut  und ihre Vorräte verloren, und es regnet vielerorts immer weiter. Mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass unter den Toten auch ein World-Vision-Patenkind ist" sagte Albrecht Hartmann, Leiter Entwicklungszusammenarbeit bei World Vision Deutschland. "In unseren Projektgebieten verfügen wir über eine gute Infrastruktur, um jetzt schnell helfen zu können. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Versorgung der Kinder und ihrer Familien."

World Vision Malawi leitete umgehend erste Hilfsmaßnahmen ein. Mitarbeiter verteilten bereits Lebensmittel und Planen an rund 2000 Haushalte. Am Freitag ist eine Verteilung weiterer Lebensmittel im Süden Malawis in Kooperation mit dem Welternährungsprogramm (WFP) geplant. Auch die Verteilung von Wasserreinigungstabletten, Insektenschutzmitteln, Decken, Hygienesets und Moskitonetzen soll in Kürze starten. Kinderschutzmaßnahmen werden ebenfalls vorbereitet.

"Die massiven Regenfälle treffen auf ein Land, in dem die Böden verödet sind und die Humusschicht in weiten Teilen zerstört ist. Zu viele Bäume wurden abgeholzt, die Erde kann deshalb kaum Wasser halten. All dies verschlimmert die Situation", erklärte Hartmann. "Deshalb zielen unsere langfristigen Entwicklungsprojekte mit Blick auf die Katastrophenvorsorge unter anderem darauf ab, die landwirtschaftlichen Anbaumethoden zu verbessern und Bäume zu pflanzen."

Der Präsident Malawis hat angesichts des Ausmaßes der Fluten den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Quelle: worldvision.de


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