divestment mobilisierung

Berlin.  - Ab dem 5. Mai soll 10 Tage lang eine Aktionswelle über 39 Länder auf sechs Kontinenten hinweg rollen. Die Globale Divestment Mobilisierung erwartet tausende Teilnehmer. Aktivisten, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaftler und vom Klimawandel Betroffene setzen ihre Hoffnungen auf die Divestment-Bewegung, die fordert Investitionen in fossile Brennstoffe zu stoppen.

In Deutschland werden mehr als 25 lokale ‘Fossil Free’-Gruppen ihre Städte, Universitäten, Kirchen und Banken auffordern, Investitionen, die das Klima zerstören zu stoppen.

  • Ein Highlight der Globalen Divestment Mobilisierung ist eine Massendemonstration in der Münchener Innenstadt. Die Demonstranten fordern die Stadt, das Bistum München-Freising und die Universitäten Münchens auf, sich der Divestment-Bewegung anzuschließen und so ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen.

  • In Freiburg und Berlin werden Aktionswochen mit Workshops, Filmvorführungen, Diskussionen und kreativen Aktionen zu Divestment, Klimafolgen und klimabedingter Migration stattfinden. Diese sollen beispielsweise die Universität Freiburg überzeugen, neue Anlagerichtlinien zu erstellen.

  • Gruppen in Aachen, Dortmund und Bochum werden die Komplizenschaft der Kommunen mit dem Kohlekonzern RWE hervorheben. Die Städte werden aufgefordert, sich von Geldanlagen in RWE und allen anderen Kohle-, Öl- und Gasunternehmen zu trennen.

  • In Kassel und Göttingen werden sich die Aktionen auf die Universitäten konzentrieren.

  • Weitere Aktionen finden u.a. in Münster, Stuttgart, Hannover, Chemnitz, Erlangen und Eisenach statt.

Die ‘Fossil Free’ Bewegung nahm ihren Anfang in Nordamerika, Europa und Australien und hat mittlerweile auch Asien, Südamerika und Afrika erfasst. Weltweit haben bereits 710 Institutionen in 76 Ländern mit Vermögenswerten von deutlich über $5,5 Billionen Investitionen in Kohle, Öl und Gas beendet oder zurückgefahren.

Im derzeitigen klimapolitischen Machtvakuum hat sich die Divestment-Bewegung als wirksames Instrument erwiesen, um die Kohle-, Öl- und Gasindustrie in die Schranken zu weisen – politisch, finanziell und durch Diskreditierung. Bürger und angesehene Institutionen auf der ganzen Welt können die mangelnde Tatkraft im Klimaschutz herbeiführen. In einer Zeit, in der Regierungen ihre Bevölkerung im Stich lassen und die Folgen des Klimawandels mit Überschwemmungen, Waldbränden, Hitzewellen, Stürmen und Dürren ins Ungewisse führen, erhöht die Bewegung den Druck.  

Die Globale Divestment Mobilisierung will neue Impulse setzen, um den Weg für ambitionierten Klimaschutz zu bereiten. Sie setzt unsere Institutionen unter Druck, ihr Geld aus Klimachaos abzuziehen und in den Aufbau einer gerechten Zukunft mit erneuerbaren Energien zu investieren. 

Quelle: https://350.org


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