bmz 100Tunis. - Zum Abschluss seiner viertägigen Nordafrika-Reise hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am Montag in Tunesien eine verstärkte Wirtschaftspartnerschaft mit der Region in den Mittelpunkt seiner Gespräche gestellt. "Wir arbeiten an einer neuen Mittelmeer-Wirtschaftskooperation", sagte Müller. Der Minister hatte zuvor Marokko und Algerien besucht.

Nach einem Treffen mit dem tunesischen Premierminister Habib Essid sagte Minister Müller: "Wir arbeiten an einer neuen Mittelmeer-Wirtschaftskooperation. Das Mittelmeer trennt uns nicht von Nordafrika, sondern vereint uns und ist eine Brücke für eine erfolgreiche Partnerschaft. 250 deutsche Unternehmen sind bereits in Tunesien. Dieses Engagement werden wir ausbauen, Investitionen stärken und wirtschaftliche Impulse auslösen. Eine solche Mittelmeerkooperation schafft Arbeitsplätze und Chancen vor allem für die jungen Menschen in Nordafrika."

Vier Tage lang hatte Minister Müller in Marokko, Algerien und Tunesien Gespräche mit Wirtschaftsvertretern geführt, Ausbildungs- und Wirtschaftskooperationen verabredet und den Beitrag Deutschlands auf innovativen Feldern wie erneuerbaren Energien, in der Hochschulausbildung oder bei der Integration von Einwanderern aus Subsahara-Staaten in Nordafrika verstärkt.

Bei den politischen Gesprächen ging es nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auch um den deutschen Beitrag der Entwicklungszusammenarbeit für Rückkehrer aus Deutschland. "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit kann hier aufgrund ihrer gewachsenen Strukturen ein breites Feld an Möglichkeiten anbieten und die Menschen bei einem Neustart in ihren Heimatländern unterstützen", sagte Müller.

In Rabat hatte die Delegation ein mit deutscher Unterstützung eingerichtetes Integrationszentrum besucht, das Anlaufstelle für Einwanderer aus Subsahara-Afrika nach Marokko ist. Deutschland werde solche "Willkommenszentren" auf weitere zehn Kommunen ausweiten und das Land bei der Integration von Zehntausenden Einwanderern aus dem südlichen Afrika unterstützen, so das BMZ.

Einen starken wirtschaftlichen Impuls setzt das BMZ in Marokko mit seinem Investitionsbeitrag für das größte Solarkraftwerk der Welt in Ouarzazate. Zusammen mit dem marokkanischen Energieminister vereinbarte Gerd Müller eine weitere Kooperation, die auch die Investitionen der deutschen Wirtschaft auf diesem Zukunftsfeld sichern solle.

In Algerien engagiert sich Deutschland bei der Ausbildung von jungen Menschen aus ganz Afrika an der panafrikanischen Universität in Tlemcen, wo Minister Müller ein Institut u.a. für Berufe im Bereich der erneuerbaren Energien eröffnete.

In Tunesien ging es laut BMZ unter anderem um eine Stärkung der Tourismusbranche, die nach den Terroranschlägen unter einem Einbruch der Buchungen leidet. Außerdem solle die Zusammenarbeit in der digitalen Wirtschaft verstärkt werden.

Quelle: www.bmz.de 


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