uno fluechtlingshilfeBonn. - Die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR), hat berichtet, dass mehr als 4,6 Millionen Venezolaner ihr Land verlassen haben. Experten gehen davon aus, dass diese Zahl 2020 auf bis zu 6,5 Millionen steigen könnte. Laut UNO-Flüchtlingshilfe ist es nicht nur die größte Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas, auch weltweit gibt es kaum eine Region, wo so viele Menschen ihr Land verlassen haben.

Mit der steigenden Zahl wächst die Not, da entlang der Fluchtrouten sauberes Wasser und Nahrung fehlen. Gleichzeitig rutschen die Menschen in die Illegalität ab, da sie keinen sicheren Rechtsstatus mehr haben. Ihnen drohen Ausbeutung oder sexuelle Übergriffe.

"Menschen, die fliehen oder bessere Lebensbedingungen suchen, begeben sich immer in Gefahr, das erleben wir aktuell in Lateinamerika tagtäglich und millionenfach", sagte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Seine Forderung: "Die Menschen benötigen jetzt dringend Hilfsgüter wie Wasser, Nahrung oder medizinische Versorgung. Außerdem brauchen die Menschen Schutz und Rechtssicherheit, um nicht weiter in die Illegalität abzudriften."

Der UNHCR ist in Venezuela und den Aufnahmeländern bereits vor Ort, koordiniert die Nothilfe und unterstützt ganz konkret: Sowohl was die Registrierung der Geflüchteten betrifft als auch die Bereitstellung von Spezialisten, einschließlich medizinischer und psychosozialer Hilfe, Betreuung von Kindern und Überlebenden sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt und Traumata. Hinzu kommt die Versorgung mit Hilfsgütern entlang der Fluchtrouten.

Steigende Gewalt und die Unsicherheit, wie es mit dem Land weitergeht, lassen immer mehr Menschen aus Venezuela fliehen. Aber auch der Mangel an Nahrungsmitteln, Medikamenten sowie der fehlende Zugang zu Schulen oder zum Gesundheitswesen sind laut UNO-Flüchtlingshilfe Gründe für die Flucht.

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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