bmz 100Berlin. - Lateinamerika hat sich zu einem Zentrum der Corona-Krise entwickelt. Für schnelle Hilfe hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jetzt eine Expertengruppe mit Fachkräften und Labormaterial nach Peru entsandt. Der Andenstaat steht mit mehr als 250.000 Infektionen auf Platz 7 der meistbetroffenen Länder der Welt.

"Weltweit haben sich neun Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). "Jeden Tag kommen 140.000 Neuinfektionen dazu, das sind die höchsten Werte seit Beginn der Pandemie. Wir müssen alles tun, um ein weiteres Ausbreiten einzudämmen. Das gilt gerade in Lateinamerika, wo inzwischen zwei Millionen Menschen infiziert sind. Unsere Expertengruppe aus Ärzten und Laborwissenschaftlern leistet Soforthilfe und bringt Test-Kits und Trainings."

Die indigenen Gruppen und die Flüchtlinge dort seien besonders hart getroffen, erklärte Gerd Müller. "Ich freue mich, dass Experten der Charité-Universitätsmedizin Berlin zusammen mit anderen Fachleuten in dieser Krise unterstützen."

Die Epidemie-Präventionsteams der "Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" (SEEG) unterstützen dabei, einen Krankheitsausbruch so früh wie möglich zu erkennen und eine Ausbreitung möglichst einzudämmen. In der Corona-Pandemie hat die Expertengruppe schon in Namibia, Benin, Kolumbien und Ecuador Hilfe geleistet. So wurden in den vergangenen Monaten bereits zehn Labore ausgerüstet und lokale Mitarbeiter zum sicheren Umgang mit dem Erreger ausgebildet. Zudem wurden schon mehr als 240.000 Corona-Tests an Partnerländer übergeben.

Die SEEG ist ein vom Bundesentwicklungsministerium und dem Bundesgesundheitsministerium initiiertes Kooperationsprojekt zwischen dem Robert-Koch-Institut, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Aktuell bei COVID-19 sind auch Experten der Charité-Universitätsmedizin Berlin beteiligt.

Quelle: www.bmz.de 


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