Daniel Ortega. Foto: Wikipedia CommonsBerlin (epo.de). - Mehrere deutsche Nichtregierungsorganisationen (NRO), Hilfswerke und Städtepartnerschaftsinitiativen haben in einem Appell an die nicaraguanische Regierung ihre Besorgnis über die derzeitige Situation in dem mittelamerikanischen Land zum Ausdruck gebracht. In einer an Präsident Daniel Ortega gerichteten Stellungnahme protestierten die Organisationen, darunter terre des hommes und medico international, entschieden gegen die jüngsten pauschalen Vorwürfe und Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Nichtregierungsorganisationen in Nicaragua.

Die sandinistische Regierung Ortega hatte gegen mehrere Organisationen Vorwürfe erhoben, sie würden Geldwäsche betreiben und seien "imperialistisch ferngesteuert". Insbesondere Frauenorganisationen, darunter auch terre des hommes-Projektpartner, seien in den Medien verunglimpft worden, kritisierten medico und terre des hommes.

"Die Vorwürfe der Regierung Nicaraguas sind aus der Luft gegriffen. terre des hommes arbeitet seit den 1970er Jahren gemeinsam mit lokalen Partnern an der Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitsversorgung und an der Stärkung der Demokratie", sagte der Sprecher von terred des hommes, Wolf-Christian Ramm.

"Wir appellieren dringend, die Einschüchterung nicaraguanischer und internationaler Organisationen zu beenden und stattdessen den Dialog und die Zusammenarbeit zu suchen", erklärte Katja Maurer von medico international. Die Hilfsorganisation ist ebenfalls seit mehr als 30 Jahren in der Förderung von Gesundheits- und Demokratieprojekten in Nicaragua aktiv.

Der Appell ging der nicaraguanischen Regierung vor wenigen Tagen zu. Die Unterzeichner betonten darin, dass die Solidarität mit Nicaragua in Deutschland eine lange Tradition habe und dass alle Organisationen hofften, die in den letzten Jahrzehnten entstandene Arbeit auch unter der derzeitigen Regierung fortführen zu können.

Foto: Daniel Ortega. Quelle: Wikipedia Commons

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