euro_150Berlin. - Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen in 16 Ländern haben sich am Donnerstag mit vielfältige Aktionen am "Global Day of Action" für eine Finanzmarktsteuer beteiligt. In vielen Ländern demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten vor den Botschaften jener Länder, die der Steuer bisher unentschieden oder kritisch gegenüber stehen.

In Berlin zogen Aktivistinnen und Aktivisten des "Steuer gegen Armut"-Bündnisses am Vormittag als Robin Hoods verkleidet vor die Vertretungen Italiens, Großbritanniens, Spaniens und Südafrikas und übergaben Schreiben an die Regierungen dieser Länder. Am frühen Abend erwartet die Besucher der Berlinale eine Überraschung: Mit einer Stretchlimousine werden die Robin Hoods vor mehreren Kinos vorfahren und ihre Forderung nach einer Steuer gegen Armut auf dem roten Teppich präsentieren.

"Die Zeit ist überreif, 2011 muss das Jahr der Finanztransaktionssteuer werden. Wir brauchen endlich dieses Instrument gegen maßlose Spekulation und Armut", sagte Detlev von Larcher, Attac-Vertreter im deutschen Kampagnenbündnis "Steuer gegen Armut".

Ebenfalls am Donnerstag startete eine weltweite Unterschriftensammlung für die Einführung der Finanztransaktionssteuer. Unterzeichnet werden können Aufrufe an die jeweiligen nationalen Regierungen. "Setzen Sie auf europäischer und G20-Ebene durch, dass eine Finanztransaktionssteuer noch 2011 eingeführt wird", heißt es in dem Aufruf. Die Unterschriftensammlung läuft bis zum G20-Gipfel im November. "Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger zu unterschreiben", sagte Jörn Kalinski, Kampagnenleiter bei Oxfam, ebenfalls Mitglied von "Steuer gegen Armut".

In einem Brief fordern darüber hinaus 100 Organisationen von allen Kontinenten den französischen Staats- und diesjährigen G20-Präsidenten Nicolas Sarkozy auf, eine hochrangige Konferenz einzuberufen, um über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer - mindestens in Europa - zu beraten.

www.steuer-gegen-armut.de
www.g20.org

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