caritas_150Freiburg. - Caritas international wird in den nächsten drei Monaten in Jordanien weitere 10.000 syrische Flüchtlinge mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Decken, Matratzen und Hygieneartikeln versorgen. Das Auswärtige Amt unterstützt diese Hilfseinsätze der Caritas mit 280.000 Euro. Das Hilfswerk der deutschen Caritas bereitet sich auf den Zustrom weiterer Flüchtlinge aus Syrien vor.


"Der UN-Friedensplan hat die Lage bislang nicht entspannt, der Flüchtlingsstrom in die syrischen Nachbarländer hält unvermindert an. Die Menschen schenken den Versprechungen auf ein Ende der Gewalt keinen Glauben", sagte Christoph Klitsch-Ott, Leiter des Referates Afrika und Naher Osten bei Caritas international.

Caritas international warnt vor einer humanitären Katastrophe und mahnt Unterstützung für die syrischen Nachbarländer an. Die Suche nach politischen Lösungen müsse mit der Ausweitung der humanitären Hilfe Hand in Hand gehen. Jordanien und der Libanon seien ohne Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mittelfristig mit der Aufnahme weiterer Flüchtlinge überfordert. Sowohl in Jordanien als auch im Libanon befänden sich noch immer Zehntausende Flüchtlinge, die vor der Gewalt im Irak geflohen waren.

Lokale Caritas-Partner leisten in Syrien seit Monaten medizinische Hilfe für Gewaltopfer der Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen. In Jordanien und dem Libanon werden von Caritas zudem 15.000 Flüchtlinge mit Hilfsgütern versorgt. Bei den seit einem Jahr anhaltenden Kämpfen wurden laut Caritas bislang 230.000 Menschen vertrieben; mindestens 100.000 von ihnen haben Zuflucht in Jordanien und dem Libanon gesucht. Rund 9.000 Menschen kamen ums Leben.  



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