Entwicklung

careBerlin. - Knapp 300.000 Frauen weltweit sterben jedes Jahr an Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. Durch die Pandemie droht diese sehr hohe Zahl dramatisch zu steigen, warnt die Hilfsorganisation CARE Deutschland anlässlich des Tags der Hebamme, der weltweit am 5. Mai begangen wird. Daten aus Ländern wie Bangladesch, Nigeria und Südafrika zeigen bei der Sterblichkeit von Müttern und Neugeborenen bereits einen Anstieg von bis zu 30 Prozent.

Berlin. - In wohlhabenden Ländern ist inzwischen jeder 4. Mensch gegen das Corona-Virus geimpft, in armen Ländern nur jeder 500. Dieses Missverhältnis macht deutlich, dass es dringend geboten ist, mehr Impfstoffe zu produzieren und die dafür nötigen geistigen Eigentumsrechte – unter definierten Bedingungen – auszusetzen. Mehr als 400 Abgeordnete des EU-Parlaments, europäischer Parlamente und des Deutschen Bundestags, 175 Nobelpreisträger und –trägerinnen sowie Tausende zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure unterstützen die Forderung nach Freigabe der Lizenzen und appellieren an die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen, sich für die Forderung einzusetzen, den "TRIPs Waiver" freizugeben.

Berlin. - Vor einem Jahr warnten die Vereinten Nationen vor Hungersnöten "biblischen Ausmaßes". Die Warnung verhallte: Gerade einmal fünf Prozent der für 2021 benötigten Hilfsgelder für Ernährungssicherheit in Höhe von 7,8 Milliarden US-Dollar wurden von der internationalen Gebergemeinschaft bislang finanziert. Mehr als 200 Organisationen fordern deshalb in einem offenen Brief alle Regierungen auf, die Hilfe dringend zu erhöhen und zu verhindern, dass in diesem Jahr mehr als 34 Millionen Menschen an den Rand des Verhungerns getrieben werden.

oecd 80Berlin. - Die Entwicklungsleistungen öffentlicher Geber erreichten 2020 vorläufigen Daten der OECD zufolge mit 161,2 Milliarden US-Dollar ein Allzeithoch. Dies entspricht einem realen Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber 2019. Ein wichtiger Faktor waren laut OECD zusätzliche Mittel für die Entwicklungsländer zur Bewältigung der Corona-Krise.

dsw neuHannover. - Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) darauf aufmerksam gemacht, dass noch immer die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung hat. Dabei zeigt die Covid-19-Pandemie, wie anfällig unsere hochmobilen Gesellschaften für infektiöse Krankheiten sind und wie wichtig eine funktionierende und flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Prävention und Eindämmung von Pandemien ist.

hoffnungszeichenKonstanz. - Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April macht Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. auf die ungleiche Verteilung der Impfstoffe gegen das Coronavirus aufmerksam. Während sich Industrienationen millionenfach Vakzine sichern, erhalten die ärmsten Länder nur sehr wenig Impfstoff.

venro 200Berlin. - Die Bundesregierung verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, weltweit Frieden und Sicherheit zu fördern. Dieses Potenzial nutzt sie bislang nur unzureichend, kritisiert der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO). Er bezieht sich dabei auf den Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Leitlinien "Krisen vorbeugen, Konflikte bewältigen und Frieden fördern", den das Kabinett jetzt verabschiedet hat.

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