Entwicklung

Nord-S?d-Br?cken

Berlin (epo.de). - Die Stiftung Nord-Süd-Brücken hat im vergangenen Jahr 97 Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit (EBÖA) mit einer Gesamtfördersumme von 511.000 Euro bezuschusst. Mit dieser Fördersumme liegt die Stiftung deutlich über den offiziellen Entwicklungszahlungen (ODA) von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahre 2004.

Krieg

Wien/Berlin (epo.de). - "Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt?", fragte einst Karl Kraus. Und gab selbst die Antwort: "Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie es lesen." Diese Kostprobe des "Wiener Schmäh" war in der Einladung zur 23. Internationalen Sommerakademie des österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) zu lesen. Auf der Burg Schlaining bei Wien diskutierten Mitte Juli mehr als 300 Wissenschaftler, Journalisten und Interessierte aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kontrovers, humorvoll und manchmal auch aggressiv über Medien und ihre Rolle im Krieg. Martin Zint berichtet.

Hilfslieferung im Kongo. Foto: MONUCNew York (epo.de). - Sechs Monate nach ihrem Appell an die Staatengemeinschaft, finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe weltweit bereit zu stellen, fehlen den Vereinten Nationen noch 3,1 Milliarden US-Dollar für rund 30 Millionen Menschen in 31 Ländern. Rund 1,7 Mrd. US$ seien bislang eingegangen - etwa 36 Prozent der erforderlichen Summe für 2006, teilte das UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in New York mit.

Kind in S?dafrika

Berlin (epo.de). - Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" hat vor überhöhten Erwartungen an den Bundeswehr-Einsatz im Kongo gewarnt. "Es ist eine Illusion zu glauben, durch kurze militärische Interventionen könnten Konflikte mit vielschichtigen Ursachen nachhaltig gelöst und Demokratie aufgebaut werden", sagte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz in Berlin. Der Organisation standen im Jahr 2005 rund 54,6 Millionen Euro Spenden für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa zur Verfügung.


München (epo.de). - Seit dem 13. Mai tourte die Ausstellung "von Armut bis Zucker" durch 26 Städte von Augsburg bis Zweibrücken. Auf 26 Stelen wurden Themen von Armut über Fußball, Kultur und Partnerschaft bis Zucker in kurzen Texten und Fotos vermIttelt. Jetzt fand die Abschlusskundgebung der Kampagne in München statt. Der Bundesvorsitzende der "Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland" (agl), Hannes Philip, zog eine Bilanz der Kampagne: "Über einen Zeitraum von zwei Monaten gab es positive und negative Erlebnisse, aber die positiven haben bei weitem überwogen. Für diesen Erfolg war sehr viel ehrenamtliche Arbeit nötig."

GrönemeyerBerlin/Bonn (epo.de). - "Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel", sagte sich der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) nach dem G8 Gipfel in St. Petersburg, der aus der Sicht der Entwicklungsorganisationen "keine Fortschritte bei der weltweiten Armutsbekämpfung gebracht" hat. Für die deutsche Regierung gelte es jetzt nach vorne zu blicken, so die VENRO-Vorsitzende Claudia Warning und Herbert Grönemeyer: Sie fordern einen Aktionsplan der Bundesregierung zum nächsten G8-Gipfel, der vom 6. bis 8. Juni 2007 in Heiligendamm stattfinden wird. VENRO und der Sänger und Schauspieler Herbert Grönemeyer sind gemeinsame Träger der Aktion "Deine Stimme gegen Armut".

Kambodscha InfrastrukturprojektBrasilia/Berlin (epo.de). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Berliner Nichtregierungsorganisation WEED haben das zunehmende Interesse von Regierungen weltweit an internationalen Steuern begrüßt. Die Zahl der Länder, die eine Abgabe auf Flugtickets einführen wollen, habe sich von 13 auf 18 erhöht, berichtete Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis. Jetzt seien unter anderem auch Süd-Korea, Guinea und Guatemala dabei. "Internationale Steuern sind auf dem Vormarsch", sagte Wahl. Die Flugticketsteuer soll helfen, die Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Diese sehen unter anderem vor, die Armut in den Entwicklungsländern bis 2015 um die Hälfte zu verringern.

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