Wirtschaft

inkota 200Berlin. - Eine im Auftrag der Entwicklungsorganisation INKOTA verfasste Studie belegt: Die Kakao- und Schokoladenindustrie setzt die UN-Vorgaben zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten unzureichend um. Trotz freiwilliger Initiativen einiger Unternehmen gehören ausbeuterische Kinderarbeit, bittere Armut und Arbeitsrechtsverletzungen weiterhin zum Alltag im Kakaoanbau.

germanwatch 150Berlin. - Anlässlich der dritten Sitzung des Sustainable Finance Beirats hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch von der Bundesregierung mehr Unterstützung bei der Aufgabe gefordert, die Finanzmärkte in Deutschland zukunftsfest zu machen. Der Beirat hat von der Regierung das Mandat bekommen Empfehlungen vorzulegen, um Deutschland zum führenden Standort für einen zukunftsfähigen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Finanzmarkt zu machen.

oxfamBerlin. - Arbeiterinnen und Arbeiter auf Teeplantagen in Indien leiden unter Hungerlöhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen. Davon profitieren deutsche Supermärkte und Teeunternehmen, die gut 86 Prozent des Verbraucherpreises für Tee bekommen, während nur 1,4 Prozent für die ArbeiterInnen in Indien übrigbleibt. Das zeigt die neue Oxfam-Studie "Schwarzer Tee, weiße Weste". Oxfam und die Initiative Lieferkettengesetz fordern von der Bundesregierung ein Gesetz, das deutsche Unternehmen zur Verantwortung zieht, die Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten in Kauf nehmen.

fairtrade Berlin. - Unter dem Motto "Gleiche Chancen durch Fairen Handel" hat am Freitag die Faire Woche begonnen. Bis zum 27. September finden in ganz Deutschland Aktionen rund um den Fairen Handel statt. Schirmherr der Fairen Woche, die zum 18. Mal stattfindet, ist Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Die Faire Woche wird vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair (Fairtrade Deutschland) veranstaltet.

lieferkettengesetzBerlin. - Die Bundesregierung muss deutsche Unternehmen gesetzlich zur weltweiten Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten. Das fordert ein breites Bündnis aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen anlässlich des siebten Jahrestages der verheerenden Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises in Pakistan.

fairtrade Köln. - Die internationalen Kaffeepreise bewegen sich seit Monaten auf extrem niedrigem Niveau. Der Weltmarktpreis für ein Pfund Arabica-Kaffee lag in der ersten Jahreshälfte zeitweise unter 88 US-Cent – ein historischer Tiefststand. Der Preisverfall bedroht die Existenz von Millionen Menschen, die Kaffee anbauen. Um die Kleinbauern stärker zu unterstützen, hat TransFair e.V. Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, fairen Kaffee zu fördern, die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abzuschaffen und die Lebensgrundlagen für Kaffeebauern zu verbessern.

forum fairer handel 200Berlin. - Im Geschäftsjahr 2018 haben die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 1,7 Milliarden Euro für Produkte aus Fairem Handel ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 15 Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz im Fairen Handel mehr als verdoppelt. Das hat das Forum Fairer Handel am Mittwoch in Berlin bekannt gegeben.

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