Wirtschaft

erlassjahr 100Düsseldorf. - Laut einer neuen internationalen Studie müssen Länder des Globalen Südens im Schnitt 38 Prozent ihrer Einnahmen für Zins- und Tilgungszahlungen aufwenden. Damit seien die Haushalte der verschuldeten Staaten aktuell sogar stärker belastet als in der großen Schuldenkrise der 1980er und 1990er Jahre, die den Anstoß für weitgehende Schuldenerlassinitiativen gab. Bisher vertreten insbesondere die Weltbank und der Internationale Währungsfonds die Position, dass die heutige Krise noch weit weniger schlimm sei als damals, beklagt das deutsche Entschuldungsbündnis „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung.

germanwatch 150Berlin. - Die neuen Sektorleitlinien für Exportkreditgarantien im Bereich Energie drohen zu viel Raum für Gasinvestitionen zu lassen. Diese Sorge hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit Blick auf die Entwürfe für "Sektorleitlinien für die Exportkreditgarantien"(sogenannte Hermesdeckungen) äußert.

forum fairer handel 200Berlin. - Trotz inflationsbedingter Kaufzurückhaltung hat sich der Faire Handel in Deutschland im Geschäftsjahr 2022 positiv entwickelt. "Erstmals hat der Gesamtumsatz mit Produkten aus Fairem Handel die zwei Milliarden Euro Schwelle überschritten", berichtete Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forums Fairer Handel (FFH), am Dienstag in Berlin.

bmz 100Berlin. - Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und Entwicklungsministerin Svenja Schulze haben den Beitritt Deutschlands zur weltweiten Koalition für Agrarökologie erklärt. Zentrales Ziel der Agrarökologie-Koalition ist die Umstellung der Landwirtschaft auf nachhaltige Anbaumethoden durch Politik, Wissensaustausch und die Bereitstellung finanzieller Ressourcen. Die Bundesregierung treibt dies in Deutschland und Europa voran und unterstützt zugleich Partnerländer weltweit dabei, einen agrarökologischen Ansatz zu verfolgen.

venro 200Berlin. - Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) hat an die deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament appelliert, für das EU-Lieferkettengesetz zu stimmen. Damit könne die EU weltweit ein starkes Zeichen setzen, dass Ausbeutung, Umweltzerstörung und die Schädigung des Klimas in Wertschöpfungsketten europäischer Unternehmen nicht länger toleriert werden.

oxfamBerlin. - Saisonarbeiter, die Spargel, Erdbeeren und Gemüse für deutsche Supermärkte ernten, erleben Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen: Lohndumping, Wuchermieten und unzureichender Krankenversicherungsschutz sind weit verbreitet. Mitverantwortlich ist der enorme Preisdruck deutscher Supermarktketten auf Bäuerinnen und Bauern. Das zeigt die neue Oxfam-Studie "'Das hier ist nicht Europa.' Ausbeutung im Spargel-, Erdbeer- und Gemüseanbau in Deutschland".

oneBerlin. - Vor dem Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen (G7) im japanischen Hiroshima (19.-21. Mai) hat die Entwicklungsorganisation ONE von den G7 mehr Anstrengungen im Kampf gegen extreme Armut gefordert. Konkret bedeute dies Schuldenerleichterungen für ärmere Länder. Zudem rief ONE die G7-Staaten auf, ihr politisches Gewicht für eine Reform der Weltbank einzusetzen, damit sie ihrem Kernmandat, der Bekämpfung von Armut in der Welt, wieder gerecht werden kann.

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