Klimaschutz

oecd 80Paris. - Die OECD-Länder sollten stärker auf Steuern setzen, um umweltschädliche Emissionen aus dem Energieverbrauch zu reduzieren. Eine höhere Besteuerung von Energie sei notwendig, um die Hauptursachen des Treibhauseffekts und der Luftverschmutzung effektiv zu bekämpfen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Taxing Energy Use 2018", die von der OECD am Mittwoch in Paris veröffentlicht wurde.

mccBerlin. - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie "Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated". Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.

mccBerlin. - Gut gemachte Klimapolitik kann stärker zu einer stabilen, wachsenden Wirtschaft beitragen als bisher angenommen. Denn durch CO2-Preise sinken nicht nur die Treibhausgas-Emissionen. Weil zugleich die Rendite von fossilen Energieträgern sinkt, steigen umgekehrt die Investitionen in Anlagen und Maschinen, Infrastrukturen sowie Forschung und Entwicklung in anderen Wirtschaftszweigen. So werden nicht nur Klimaschäden vermieden – es kann auch der Wohlstand langfristig verbessert werden. Das haben Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) in Berlin herausgefunden.

germanwatch Berlin. - Ein Sofortprogramm für die deutsche Klimapolitik bis 2020 und die notwendigen Instrumente zum Erreichen des Klimaziels für 2030 fordert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch für den Koalitionsvertrag. "Wer sich ehrlich machen will, kann nicht die nächste Mogelpackung ankündigen", erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

empaDübendorf. - Die Durchschnittstemperatur des Meeres ist ein wesentlicher Parameter des globalen Klimas, der allerdings nur sehr schwer zu messen ist. Zumindest bis jetzt, denn ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat nun eine entsprechende Methode entwickelt, und zwar mittels Edelgasen im ewigen Eis. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die Veränderungen in der Meerestemperatur von der letzten Eiszeit bis heute ziehen. 

Bremen. - Eine internationale Expedition untersucht derzeit, wie sich das Eisschild in der Antarktis im Laufe von Jahrmillionen verändert hat und wie es sich künftig verändern wird. Die Modelle dafür werden unter der Leitung von Dr. Irina Rogozhina am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen anhand von aktuellen Proben und Satellitendaten berechnet. An dem internationalen Projekt sind Partner aus Schweden, Norwegen, Großbritannien, den USA und Deutschland beteiligt. 

germanwatch 150Paris. - Auf dem One Planet Summit in Paris haben öffentliche und private Akteure nach Einschätzung von Germanwatch die Tür aufgestoßen für eine beschleunigte Umsetzung der Klimaziele, auf die sich die Regierungen der Welt vor zwei Jahren in Paris geeinigt haben. "Nach Monaten der Defensive wegen US-Präsident Trump ist nun der internationale Klimaschutz wieder in der Offensive. Es geht um die beschleunigte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mehr Geld und die Nachbesserung der Klimaziele", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

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