Klimakrise

Ivo Knoepfel. Foto: onValuesBonn (epo.de). - Der Finanzmarkt betrachtet das angestrebte UN-Klimaabkommen im Dezember in Kopenhagen als "Kipp-Punkt für den weiteren Ausbau nachhaltiger Investitionen", inbesondere im Umwelt- und Klimabereich. Ein ambitioniertes Kyoto-Folgeabkommen könnte "grünen und sozialverträglichen Produkten und Konzepten" zum Durchbruch verhelfen, heißt es in einer neuen Germanwatch-Studie. Ein Scheitern der Verhandlungen hingegen würde das Interesse für nachhaltige Anlageprodukte dämpfen, so Ivo Knoepfel (Foto), der Autor der Studie.
CO2 BarometerFrankfurt (epo.de). - In Europa entwickelt sich ein dynamisch wachsender Markt für CO2-Zertifikate. Davon sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) überzeugt, die jetzt erstmals das "KfW/ZEW CO2-Barometer" veröffentlicht haben. Das CO2-Barometer soll durch die Befragung deutscher emissionshandelspflichtiger Unternehmen und internationaler CO2-Handelsexperten eine Informationslücke schließen. Denn die Datenbasis zur Entwicklung von Angebot und Nachfrage sowie von Preisen für Emissionszertifikate sei "noch sehr lückenhaft", räumen die Institute ein.
Eis auf Grönland. Foto: AWI

Berlin (epo.de). - Während das arktische Eis aufgrund der Erderwärmung seit Jahren schrumpft, setzen die Industrienationen zum Wettlauf auf die dort vermuteten gewaltigen Öl- und Gasreserven der Region an. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am Dienstag Verhandlungen über ein internationales Abkommen zum Schutz der Arktis nach dem Vorbild des Antarktisvertrages gefordert. Der Rückgang des Polareises wecke nicht nur bei Anrainerstaaten, sondern auch bei der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung Begehrlichkeiten, kritisierte die DUH. Der Umgang mit der Arktis werde zum “Lackmustest für den internationalen Klimaschutz”.
Tropenwaldzerstörung in Carajas im brasilianischen Bundesstaat Para. Foto: epo.de/kb

Hamburg (epo.de). - Anlässlich der Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Bonn hat die Umweltorganisation Greenpeace auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum in Europa und der Umweltzerstörung im Amazonas hingewiesen. "Adidas, Reebok, Nike, Clarks, Geox und Timberland profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen, in denen für die Rinderzucht der Urwald zerstört wird", lautet das Ergebnis eines Reports, den Greenpeace hierzu veröffentlicht hat.
unfcccBonn. - Am Sitz des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn begann am Montag die jüngste Verhandlungsrunde über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll. Rund 3.000 Delegierte, Wissenschaftler, Wirtschaftslobbyisten, NGO-Vertreter und politische Beobachter debattieren bis zum 12. Juni zwei Verhandlungstexte, die die Grundlage für die dringend gebotene Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen und die Anpassung an den Klimawandel bilden. Rechtzeitig vor der Konferenz hat das Global Humanitarian Forum (GHF) in Genf den ohnehin alarmierenden Meldungen über die drastischen Auswirkungen der Erderwärmung eine neue hinzugefügt. Dem "Human Impact Report" zufolge sterben bereits jetzt rund 300.000 Menschen jährlich an der "lautlosen Krise". Ergebnisse sind in Bonn dennoch nicht zu erwarten: Die politischen Lager pokern bis zum Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen. Und die Europäische Union, bislang Vorreiter beim Klimaschutz, ist tief zerstritten.

business summitKopenhagen (epo.de). - Der "World Business Summit on Climate Change" vom 24. bis 26. Mai in Kopenhagen war nach dem Urteil der britischen Hilfsorganisation Oxfam International eine Enttäuschung. Die "globalen Wirtschaftsführer" hätten in den Fluren zwar engagierte Reden gehalten, dass der Klimawandel schnellstens gestoppt werden müsse, die Beschlüsse seien jedoch alles andere als ambitioniert, erklärte Oxfam Exekutivdirektor Jeremy Hobbs nach dem Ende der Konferenz.  

Hochwasser in Indien. Foto: Andheri-HilfeBrüssel (epo.de). - Ein internationales Forscherteam soll jetzt das weltweit erste Mess- und Modellerstellungssystem für Kohlenstoff einrichten. Das zwei Jahre laufende Projekt "Carbon benefits" soll dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern, den Kohlenstoff-Emissionshandel anzukurbeln und die Ausgleichs-Initiativen für Kohlenstoff auf ihre Effektivität zu überprüfen.
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