Demokratisierung

Halle. - Während der letzten Eiszeit lebten die Menschen in Äthiopien nicht in tief gelegenen Tälern, sondern im unwirtlichen Hochgebirge der Bale-Berge. Dort hatten sie ausreichend Wasser, bauten Werkzeuge aus einem Vulkangestein und ernährten sich überwiegend von Riesennagern. Herausgefunden hat das ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Köln, Bern, Marburg, Addis Abeba und Rostock. Damit präsentierten die Wissenschaftler die ersten Beweise dafür, dass unsere Vorfahren in Afrika bereits in der mittleren Steinzeit vor etwa 45.000 Jahren in den Bergen sesshaft waren.

amerika 21Berlin. - Die US-amerikanische Grenzpolizei hat nach eigenen Angaben mit 301.000 festgenommenen Geflüchteten im Juli einen "monatlichen Rekord" inhaftierter Migranten erzielt. Auch Mexiko erreichte 2019 bislang einen Höchststand an Abschiebungen. In der ersten Jahreshälfte sind bereits 130.985 Menschen in ihre Heimatländer El Salvador, Honduras und Guatemala zurückgeschickt worden. Die Zahl abgeschobener Menschen aus Zentralamerika stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent an. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag berichtet.

oxfamBerlin. - Vor einem Jahr wurden im Jemen bei einem Luftangriff auf einen Schulbus in der nordwestlichen Provinz Sa'ada 41 Schulkinder getötet und fast 600 verletzt. Seitdem sind 335 weitere Kinder durch Luftangriffe, Landminen und Granaten getötet und 590 zum Teil schwer verletzt worden. Darauf hat die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hingewiesen. Oxfam kritisiert den andauernden Waffenhandel mit Ländern der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition. Von der Bundesregierung fordert Oxfam, den Exportstopp für Waffenlieferungen zu verlängern und konsequenter umzusetzen.

rog logo Berlin. - In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 sind in Mexiko mindestens acht Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Arbeit ermordet worden - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das letzte Opfer war Rogelio Barragán Pérez, Leiter des Nachrichtenportals Guerrero Al Instante, der am Dienstag im Bundesstaat Morelos tot aufgefunden wurde. Bereits vor dem Mord an Barragán Pérez hatte sich jeder vierte Todesfall von Medienschaffenden weltweit – 7 der 28 von Reporter ohne Grenzen (ROG) dokumentierten Fälle – in diesem Jahr in Mexiko ereignet.

careBerlin. - 2014 flohen hunderttausende Jesiden aufgrund von schrecklichen Angriffen und Verfolgungen aus dem Sindschar, einer Region im Irak, die zuvor wenig internationale Aufmerksamkeit erhalten hatte. Fünf Jahre danach warnt die internationale Hilfsorganisation CARE, ein weiterer Rückgang der humanitären Hilfsgelder für den Nordirak könnte zahlreiche Menschenleben gefährden.

amerika 21Washington. - Guatemalas Innenminister Enrique Degenhardt hat eine kontroverse Vereinbarung mit der US-Regierung unterzeichnet, die das mittelamerikanische Land de facto zu einem sicheren Drittstaat erklärt. Das guatemaltekische Verfassungsgericht hatte Präsident James Morales jedoch unlängst untersagt, einen Staatsvertrag ähnlichen Inhalts ohne Zustimmung des Kongresses zu unterschreiben. In Guatemala werde deshalb die Rechtmäßigkeit des nun unterschriebenen Übereinkommens bezweifelt, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

amerika 21Caracas. - Die Repräsentanten der Blockfreien-Bewegung (Non-Aligned Movement, NAM), die 120 Staaten vertreten, haben in einer Erklärung die feindliche Politik der USA gegen Venezuela verurteilt. Sie forderten die Regierung der USA auf, die gegen Venezuela verhängten wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen unverzüglich aufzuheben. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag berichtet.

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