Internationales

Berlin. - Die beiden großen kirchlichen Hilfswerke MISEREOR und Brot für die Welt warnen vor einer Eskalation der Situation in Mosambik durch weitere ausländische militärische Interventionen und die damit einhergehende Verschlechterung der Lebenssituation der Menschen in der Region. Nachdem die südafrikanische Staatengemeinschaft (SADC) die Entsendung von Truppen nach Mosambik beschlossen hat und auch die USA, Frankreich und Ruanda Hilfe angeboten haben, will nun auch die EU am 12. Juli eine militärische Ausbildungsmission für die mosambikanische Armee beschließen.

bmz 100Dakar. - Senegal ist eines der wenigen Länder auf dem afrikanischen Kontinent, das über einen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zertifizierten Impfstoffproduzenten verfügt. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat im Rahmen seiner Afrikareise das Institut Pasteur de Dakar besucht, um Gespräche über eine künftige Produktion von Corona-Impfstoffen zu führen.

tdh 200Osnabrück. - Laut einer neuen Studie der Kinder- und Menschenrechtsorganisationen terre des hommes Deutschland und Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Instituto Sou da Paz (Brasilien) hat die Polizeigewalt in Brasilien dramatische Ausmaße angenommen. Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche aus ärmeren Stadtvierteln, vor allem schwarze Jungen und junge Männer. Die Studie belegt anhand von Fallbeispielen und der Auswertung von zum Teil unveröffentlichten Daten, dass die von Polizei und Militär eingesetzten Schusswaffen, Panzerfahrzeuge und Hubschrauber oft aus deutscher oder Schweizer Herstellung stammen.

rsfBerlin. - Reporter ohne Grenzen (RSF) hat die jüngsten Repressionen gegen Journalistinnen und Journalisten sowie regierungskritische Stimmen in Nicaragua auf das Schärfste verurteilt. Die Organisation forderte das Ortega-Regime auf, seine Angriffe auf die Pressefreiheit unverzüglich zu beenden.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Ankündigung der deutschen Bundesregierung begrüßt, die Verbrechen an den Herero und Nama in den Jahren 1904/1905 als Völkermord anzuerkennen. "Der Abschluss der sechsjährigen Verhandlungen sollte dabei einen Neubeginn in der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte bedeuten, nicht deren Ende", sagte Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung am Freitag in Göttingen.

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