Lateinamerika

amerika 21La Paz. - In Bolivien findet noch bis zum 3. Februar die Registrierung für die allgemeinen Wahlen am 3. Mai statt. Dabei zeigt sich die Zersplitterrung der in Opposition zum gestürzten Präsidenten Evo Morales und der Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo, MAS) stehenden Parteien. Der oberste Wahlgerichtshof hat bekanntgegeben, dass sich bislang fünf Bündnisse eingetragen haben: die rechtsgerichteten Frei21 (Libre21), Wir glauben (Creemos), Gemeinsam (Juntos), Bürgergemeinschaft (Comunidad Ciudadana) und Vereintes Volk (Pueblo Unido). Die MAS hat sich als einzelne Partei registrieren lassen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Freitag berichtet.

caritasFreiburg. - Die Versorgungskrise in Venezuela nimmt für immer größere Teile der Bevölkerung bedrohliche Ausmaße an. "Es ist bedrückend zu erleben, dass ein Großteil der Venezolaner sich aus eigener Kraft das Überleben nicht mehr sichern kann", berichtete Caritas-Nothilfe-Koordinator Gernot Ritthaler. Die Hyper-Inflation im Land habe die Mittelschicht zum Verschwinden gebracht, 87 Prozent der Bevölkerung leben laut Caritas Venezuela mittlerweile unterhalb der Armutsgrenze.

amerika 21Rio de Janeiro. - Nach der Anklage gegen den Investigativ-Journalisten Glenn Greenwald wegen "Cyber-Kriminalität" und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung haben Richter und internationale Presseorganisationen die brasilianische Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Anklage fallen zu lassen. Greenwald sowie namhafte Juristen sprechen von politischer Vergeltung für kritische Berichterstattung und zweifeln an der Unparteilichkeit der brasilianischen Justiz. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Montag berichtet.

misereorAachen. - MISEREOR ist in großer Sorge um die Sicherheit seiner Partnerorganisationen in der kolumbianischen Pazifikregion. "Einer der Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinschaften und der autonomen Interethnischen Wahrheitskommission, Leyner Palacios, wird akut mit dem Tod bedroht. Nachdem kürzlich Nachfolgeorganisationen der Paramilitärs den Ort Bojayá besetzt haben, hat diese Drohung einen sehr realen Hintergrund", berichtete Stefan Tuschen, Länderreferent für Kolumbien beim Werk für Entwicklungszusammenarbeit in Aachen.

behBerlin. - Am 12. Januar 2010 traf ein schweres Erdbeben Haiti und löste eine der bisher größten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts aus. Über 300.000 Menschen starben, in manchen Regionen des Landes lagen bis zu 90 Prozent der Gebäude in Trümmern. Zehn Jahre nach dem Beben beklagt das Bündnis Entwicklung Hilft, "dass sich die Lage verschlechtert hat". Jede Woche gehen zehntausende Menschen gegen die unerträgliche Armut auf die Straße.

amerika 21Caracas. - Das Parlament Venezuelas, die Nationalversammlung (Asamblea Nacional, AN) hat einen neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der Abgeordnete Luis Parra von der Oppositionspartei Primero Justicia (Gerechtigkeit zuerst) wird der Abgeordnetenversammlung für ein Jahr vorsitzen. Dies hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag berichtet.

amerika 21Bogotá. - Im Rahmen der Exhumierungen auf einem Friedhof in Kolumbien, wo Gerichtsmediziner derzeit an der Identifizierung von 50 Mordopfern des Militärs arbeiten, wurde bekannt, dass insgesamt rund 200.000 nicht identifizierte Leichen landesweit begraben worden sind. Diese Information habe die Leiterin des nationalen Instituts für Gerichtsmedizin, Claudia García, bekannt gegeben, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Montag.

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