Entwicklung

aerzte ohne grenzenBerlin. -  Im Konflikt der nigerianischen Armee mit radikalen bewaffneten Gruppen im Nordosten Nigerias verschärft sich die Lage für die etwa 1,7 Millionen Vertriebenen. Von November bis Mai sind nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe UNOCHA mehr als 130.000 Menschen vertrieben worden, viele zum zweiten oder dritten Mal. Allein im Mai kamen mehr als 21.000 Vertriebene in verschiedenen Orten an. Darauf hat am Freitag die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen aufmerksam gemacht.

tdfBerlin. - Vor knapp einem Jahr, am 22. Juli 2017, trat das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft. Das Mindestheiratsalter liegt seitdem bei 18 Jahren - ohne Ausnahmen. Zudem werden Ehen, die im Ausland mit Minderjährigen geschlossen werden, in Deutschland nicht mehr anerkannt. Nach einer Untersuchung von TERRE DES FEMMES wuden bisher deutschlandweit mindestens 229 Fälle von minderjährig Verheirateten an die zuständigen Behörden gemeldet. Mindestens 47 Anträge auf Eheaufhebung wurden gestellt, acht Urteile wurden bereits gefällt (dreimal Aufhebung der Ehe, fünfmal Bestätigung).

cbmBensheim. - Es ist ein großer Erfolg bei der Bekämpfung vermeidbarer Blindheit: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in diesen Tagen die Eliminierung der Augeninfektion Trachom im westafrikanischen Staat Ghana bestätigt. Das hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) am Montag berichtet, die von Anfang an zur Bekämpfung der Krankheit beigetragen hat. 

uno fluechtlingshilfeBonn. - Aufgrund der prekären wirtschaftlichen und politischen Lage haben bislang mehr als 1,5 Millionen Venezolaner das Land verlassen. Der Exodus aus Venezuela ist damit die größte Fluchtbewegung in der modernen Geschichte Lateinamerikas. Derzeit kommen allein in Brasilien, im nördlichen Bundesstaat Roraima, täglich etwa 800 Menschen an. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) unterstützt in Brasilien rund 68.000 Asylsuchende aus Venezuela.

caritas 150Freiburg. - So viel Geld wie nie zuvor in der Geschichte des Hilfswerkes hat Caritas international im Jahr 2017 weltweit für Menschen in Not einsetzen können: 79,5 Millionen Euro standen für 681 Hilfsprojekte in 82 Ländern zur Verfügung. "Mit dem deutlichen Plus an Hilfe versuchen wir auf die wachsende Zahl an Kriegen, Krisen und Katastrophen zu antworten", sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, bei der Vorstellung des Jahresberichtes von Caritas international am Mittwoch in Freiburg. 

Rom. - Alle zwei Jahre, anlässlich der Sitzung des Ausschusses für Fischerei, veröffentlicht die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ihren Bericht über den Zustand der Weltfischbestände und der Aquakultur. "State of World Fisheries and Aquaculture" (SOFIA) basiert auf den offiziellen Daten der Staaten, die zusammengetragen und detailliert ausgewertet werden. Die Ergebnisse und die von SOFIA aufgezeigten Entwicklungstendenzen sind weltweit ein Gradmesser für die Probleme in der Fischereiwirtschaft. Fair Oceans nimmt zum mittlerweile vierten Mal an der Sitzung teil, die noch bis 13. Juli in Rom stattfindet. Die vorgelegten Zahlen aus dem aktuellen SOFIA-Bericht von 2018 machen deutlich, dass die Überfischung der Ozeane und Meere weiterhin ungebremst zunimmt.

venro Berlin. - Die Bundesregierung hat am Freitag den Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 veröffentlicht. Demnach soll sich der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) um 284 Millionen Euro auf 9,7 Milliarden Euro erhöhen. "Der Bedarf ist jedoch viel größer", kritisierte der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO). "Auch die Mittel für die Zivilgesellschaft stagnieren."

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