caritas 150Freiburg. - Große Erfolge konnten Hilfsorganisationen in den zurückliegenden Jahren im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten erzielen. So gelang es mit vereinten Anstrengungen in der Demokratischen Republik Kongo seit dem Jahr 2004 laut Weltbank mehr als 32.000 Kinder und Jugendliche aus Armee- und Milizverbänden zu befreien. Die Caritas hat am Donnerstag eine langfristige Lösung durch "konsequentes Handeln von Politik und Justiz" gefordert.

Ein Viertel der befreiten Kinder erhielten in den fünf Kindersoldaten-Zentren der Caritas medizinisch-psychologische Hilfe und wurden anschließend von Caritas-Mitarbeitern bei der Wiedereingliederung in ihre Familien und Dorfgemeinschaften unterstützt.Im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten sieht Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, die rechtlichen und politischen Mittel noch nicht ausgereizt.

"Humanitäre Hilfe kann in vielen Einzelfällen das Schicksal von diesen Kindern zum Besseren wenden, aber eine grundsätzliche Lösung ist nur durch konsequentes Handeln von Politik und Justiz zu erzielen", so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Dazu könne die Ausweitung der Strafverfolgung wie auch ein Ausfuhrstopp für Kleinwaffen gehören.Laut Schätzungen der Vereinten Nationen werden derzeit weltweit 250.000 Kinder und Jugendliche als Soldaten eingesetzt. Beispiele für Konflikte, bei denen Kinder in dieser Weise missbraucht werden, finden sich aktuell auch im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und im Nahen Osten. "Kindersoldaten sind ein Symptom von gescheiterten Staaten und Gesellschaften. Wo diese nicht mehr zum Wohl der Kinder agieren können, muss es Zugang für internationale Akteure und Hilfsorganisationen geben", so Oliver Müller.

Quelle: caritas.de


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