ai orgHannover. - Amnesty International hat sich klar gegen alle Versuche gestellt, die "Menschenrechte einzuschränken und Ressentiments zu schüren, die diskriminieren und die Universalität der Menschenrechte in Frage stellen". Die Organisation forderte bei ihrer Jahresversammlung am Wochenende dazu auf, aktiv zu werden und sich gemeinsam einzumischen, wenn gesellschaftliche Gruppen ausgegrenzt und ihre Menschenrechte beschnitten werden.

 

"Wenn Einzelne oder Gruppen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden, so stellt dies eine reale Gefahr für unsere Gesellschaft als Ganzes dar", sagte Gabriele Stein, Vorstandssprecherin von Amnesty International in Deutschland. "Als Amnesty sind wir Teil dieser Gesellschaft, und es ist unsere Aufgabe, daran zu erinnern, dass die Menschenrechte für alle Menschen gelten." Am Samstag hatten die Aktivisten mit einer öffentlichen Aktion für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und intergeschlechtlichen Menschen demonstriert.

In der Abschlusserklärung forderte Amnesty die Bundesregierung außerdem dazu auf, effektive und legale Zugangswege für Asylsuchende zu schaffen. Die Organisation kritisierte zudem die geplanten Kooperationen mit Ländern wie Libyen und Ägypten, die verhindern könnten, dass Menschen ihr Menschenrecht, Asyl zu suchen, in der EU in Anspruch nehmen. Die Jahresversammlung bekräftigte auch die Forderung nach einem Abschiebestopp für Afghanistan. Es gebe derzeit keine Gebiete, deren Sicherheitslage aus menschenrechtlicher Sicht die Rückführung erlaube.

Auf der Jahresversammlung fanden turnusgemäß Wahlen zum Vorstand statt. Die Delegierten wählten Gabriele Stein zur Vorstandssprecherin, Felicitas Weileder zur Stellvertretenden Vorstandssprecherin, Roland Vogel zum Vorstandsmitglied für Finanzen, Thomas Müßel zum Vorstandsmitglied für Mitgliedschaft und Organisation, Mathias John zum Vorstandsmitglied für Länder- und Themenarbeit, Jessica Böhner zum Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit sowie Pauline Endres de Oliveira zum Vorstandsmitglied für den Bereich Flüchtlinge.

Quelle: www.amnesty.de 


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