zfd klBonn. - Das Konsortium Ziviler Friedensdienst hat am Mittwoch an die Verantwortlichen in der Politik appelliert, den Zivilen Friedensdienst (ZFD) zu stärken und weiter auszubauen. Der vor 18 Jahren gegründete ZFD sei ein deutsches Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung und benötige angesichts einer Vielzahl gewaltsamer Konflikte eine deutliche Steigerung seiner finanziellen Mittel. 

"18 Jahre Ziviler Friedensdienst haben die Friedensarbeit vieler Menschen in Kriegs- und Krisenregionen auf solide Pfeiler gestellt", erklärte Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums ZFD in Bonn. "Aus der langjährigen Erfahrung wissen wir, dass wir Gewalt vorbeugen können, wenn wir frühzeitig handeln und die Zivilgesellschaft vor Ort langfristig stärken." Angesichts der Vielzahl der Gewaltkonflikte und Bedarfe reichten die Kapazitäten des ZFD allerdings nicht aus. 

Das Konsortium ZFD appellierte an die Verantwortlichen in der Politik, den ZFD als Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung weiter auszubauen. "Wir fordern eine deutliche Steigerung des ZFD-Etats, damit wir unsere Arbeit ausweiten können. Wir sind davon überzeugt, dass echter Frieden nur erreicht werden kann, wenn konstruktive und gewaltfreie Wege der Konfliktlösung eingeschlagen werden", sagte Vehrenberg. "Ein Ausbau des ZFD würde den politischen Willen untermauern, sich stärker für eine friedliche und inklusive Welt einzusetzen." 

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens-und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Der ZFD wird von der Bundesregierung gefördert. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden. Aktuell arbeiten mehr als 300 internationale ZFD-Fachkräfte in 44 Ländern.

Quelle: www.ziviler-friedensdienst.org 


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