Berlin. - Das Bundeskabinett hat den Bundestagsabgeordneten Markus Grübel (CDU) zum Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit berufen. Das neue Amt wird beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingerichtet.

"Weltweit werden Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit verfolgt", erklärte Bundesminister Gerd Müller (CSU). "Gewalt gegen Christen und andere Religionen nimmt zu. Mit dem neuen Amt des Beauftragten für Religionsfreiheit setzt die Bundesregierung ein klares Signal für Religionsfreiheit und den Dialog der Religionen zur Stärkung gemeinsamer Werte und des Friedens. Mit Markus Grübel wird ein international versierter Experte dieses Amt führen."

Markus Grübel ist seit 2002 Abgeordneter im Deutschen Bundestag und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In der letzten Legislaturperiode war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Verteidigungsministerin. Als Beauftragter wird er alle zwei Jahre einen Bericht der Bundesregierung zur Religionsfreiheit erstellen, der alle Religionen und Bekenntnisse umfasst.

"Religiöse Überlieferungen sind fester Bestandteil vieler Gesellschaften und Kulturen. Sie können Entwicklungsprozesse vorantreiben, Gesellschaften verbinden und Frieden fördern. Dazu müssen wir den einzelnen Menschen und dessen Religion und Weltanschauung ernst nehmen und die Religionsfreiheit überall auf der Welt gewährleisten", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller.

Markus Grübel erklärte zu seiner neuen Aufgabe: "Bei meinen zahlreichen Besuchen in den Einsatzgebieten der Bundeswehr, zum Beispiel im Irak oder in der Sahelzone, konnte ich mir in den vergangenen Jahren selbst ein Bild davon machen, wie akut bedroht viele Minderheiten sind. Insofern verstehe ich meine neue Aufgabe auch als Einsatz für den Frieden und zur Minderung von Fluchtursachen."

Quelle: www.bmz.de 


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